Caritas-Partnerschaft mit Iwano-Frankiwsk

Bereits seit 15 Jahren besteht inzwischen die Partnerschaft zwischen den beiden Caritasverbänden für die Diözese Fulda und für die Erzeparchie Iwano-Frankiwsk in der Ukraine: Nach einem ersten Besuch in der Stadt am Rande der Karpaten und Auslotung möglicher Partnerprojekte für die gemeinsame Bearbeitung entschieden sich die Caritasvertreter an den beiden Standorten, in der Behindertenhilfe zusammenzuarbeiten. Diese Partnerschaft wurde offiziell im Mai 2009 gestartet.

Zweckgebundene Ukraine-Spenden sind möglich unter dem Stichwort „Ukraine-Krieg Nothilfe“ auf das Spendenkonto des Caritasverbandes für die Diözese Fulda bei der Sparkasse Fulda, IBAN DE64 5305 0180 0000 0002 20. Auch Online-Spenden ist möglich: Auf www.caritas-fulda.de besteht dazu ein Direktlink; das Spendenziel lautet „Ukraine-Krieg Nothilfe“. Die Bistums-AG für Ukraine-Hilfe trägt dafür Sorge, dass jeder gespendete Euro in voller Höhe bei den Hilfebedürftigen ankommt. Vielen Dank!
Anlässlich dieses Jubiläums trafen sich jetzt rund 30 Vertreterinnen und Vertreter der beiden Caritasverbände, des Bistums-Hilfs-AG und weitere in die Partnerschaft involvierten Personen zu einer virtuellen Feststunde, denn wegen des Kriegszustands in der Ukraine ist an ein Treffen in Iwano-Frankiwsk momentan nicht zu denken, und eine Anreise einer Delegation der Caritas Iwano-Frankiwsk bot sich angesichts der Arbeitssituation für die Caritas in der Ukraine zurzeit ebenfalls nicht an.

Zur Eröffnung der Online-Feier kamen Grußworte vom Erzbischof aus Iwano-Frankiwsk, Wolodymyr Vijtyschyn, sowie vom Fuldaer Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez. Beide unterstrichen, welchen Wert diese Zusammenarbeit für alle Beteiligten habe, dass sich parallel auch die Bistumspartnerschaft und -zusammenarbeit fruchtbar entwickelt habe, und dass alle Krisen der vergangenen 15 Jahre wie das Aufflammen des Konfliktes im Osten der Ukraine, die Besetzung und Annexion der Krim, die Pandemie und vor allem der seit 2022 anhaltende und von Russland ausgelöste Krieg der Partnerschaft nichts hatten anhaben können.

Seit die Caritas aus Fulda und Iwano-Frankiwsk ab 2009 gemeinsame Projekte gestartet hat, so der Fuldaer Caritasdirektor Dr. Markus Juch in seiner Festansprache, sei die Partnerschaft ein ständiges Voneinander-lernen gewesen. Durch die wechselseitigen Besuche seien zudem persönliche Kontakte und Freundschaften entstanden, welche in die Partnerschaft eine zusätzliche Nähe mit hineinbrachte – es sei von Anfang an spürbar gewesen, dass die Kooperation von sehr viel gegenseitiger Wertschätzung und von gemeinsamen Werten und Zielen getragen sei. Der Caritasdirektor in Iwano-Frankiwsk, Wolodymyr Chornij, bedankte sich wiederum in seinem Wortbeitrag für die 15 Jahre zuverlässiger Hilfe; in seinem Rückblick ließ er einige aus seiner Sicht wichtigen Ereignisse Revue passieren. Fulda als Caritas-Partnerstadt sei in der gesamten Region bekannt, zumal alle Fuldaer Caritas-Busse, die für mehr Mobilität an die Partner in Iwano-Frankiwsk übergeben worden waren, immer noch mit der Beschriftung „Fulda“ unterwegs seien.

Zum Abschluss der Feier wurden auch Fotos aus den 15 Jahren Partnerschaft gezeigt und ein Logo präsentiert, das die Caritas Iwano-Frankiwsk extra für das Jubiläum kreiert hatte. Des Weiteren wurde über neue Hilfsprojekte gesprochen, u. a. ist derzeit wieder ein Hilfstransport geplant, der Pflegebetten aus dem Pflegeheim St. Josef und weitere Hilfsgüter nach Iwano-Frankiwsk bringen soll. Seit dem Kriegsbeginn im Februar 2022 wird die Kooperation vor allem von Maßnahmen zur Hilfe für die in Iwano-Frankiwsk ausharrenden Binnenflüchtlinge bestimmt, von denen mehrere tausend Menschen tagtäglich von der Caritas betreut werden. Die Hilfe umfasst eine Grundausstattung mit Kleidung, Versorgung mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln, Notunterkunft, Hilfe bei der Suche nach Unterkunft und Arbeit, Beratung, Begleitung bei Behördengängen, psychische Hilfe und Kinderbetreuung. +++ pm

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