Caritas-Führungskräfte tauschten sich über Spiritualität und Personalführung aus

Die eigene Lebensgestaltung wirkt immer mit

Referent Prof Cornelius Roth stellte am Studientag mehrere Führungskonzepte vor, bei denen Leitungspersonen ihre Spiritualität einfließen lassen können. Foto: C. Scharf

Auch bei der Caritas sind von den Leitungskräften natürlich immer wieder Entscheidungen zu fällen, die sich auf den Arbeitsalltag und auf das Miteinander der Teams in den Einrichtungen und Diensten auswirken. Doch bieten die spirituelle Tradition der Kirche und die Verbundenheit der Leitungskräfte in den christlichen Glauben diesen bei der Caritas womöglich Mittel und Wege, ihre eigene Spiritualität positiv in ihre Führungskultur mit einfließen zu lassen und einen besonderen, christlich begründeten Führungsstill zu pflegen?

Im Rahmen eines Studientages wollten sich Geschäftsführerinnen und -führer, Ressortleiterinnen und Ressortleiter, Fachreferenten und Einrichtungsleiterinnen bzw. -leiter mit Fragen der Spiritualität im Kontext mit der eigenen Personalführung auseinandersetzen. Organisiert hatte den Studientag der Caritas-Beauftragte für Seelsorgefragen, Diakon Franz Meyer. Referent der Veranstaltung war der Rektor der Theologischen Fakultät, Msgr. Prof. Dr. Cornelius Roth.

„Die Arbeit aus dem christlichen Glauben heraus und Fragen der Spiritualität spielen in der gesamten Caritas-Tätigkeit eine wichtige Rolle“, betont Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch. „Wir wollen daher unserem Führungspersonal immer wieder die Möglichkeit geben, sich mit diesen Aspekten von Glaube und christlicher Motivation auseinanderzusetzten. So können sie ihre Führungsaufgabe auch unter dem Blickwinkel der eigenen Spiritualität stets aufs Neue hinterfragen!“

Bei dem Studientag ging es zunächst um die eigenen Vorstellungen von Spiritualität und die Frage, wo diese im Zusammenhang mit einer Leitungsaufgabe Bedeutung habe. Die Antworten wurden gesammelt und eingeordnet. Anschließend stellte Referent Roth offizielle Definitionen vor, was Spiritualität bedeutet: Stets geht es dabei um die existenzielle Lebensgestaltung eines Menschen, sei sie nun christlich, allgemein religiös oder humanistisch ausgeprägt, die sich sodann auf das Handeln des Menschen auswirkt.

In weiteren Arbeitseinheiten für die Teilnehmenden am Studientag ging es sodann darum Möglichkeiten zu erkunden, um Aspekte der Spiritualität für die eigene Arbeit zu integrieren. So stellte Prof. Roth Führungskonzepte in der geistlichen Tradition des Hl. Benedikts und des Hl. Bernhard von Clairvaux vor. Es ging aber auch um moderne Ansätze wie „spiritual leadership“ sowie „charismatische Führung/integre Führung“. Anhand von Leitfragen zum eigenen Führungsstil setzten sich die Teilnehmenden mit diesen Ansätzen auseinander und prüften, inwieweit diese für die eigene Arbeitssituation adaptiert werden könnten. Der Studientag endete mit einer Andacht in der Kapelle des Bonifatiushauses. +++