Bundespolizeiabteilung Hünfeld stellte 2. Einsatzhundertschaft in Dienst

Brand spricht von „historischem Tag“

Übergabe einer taktischen Kennzeichnung Haune 200 durch den Abteilungsführer Polizeidirektor Friedrich an den Hundertschaftsführer Polizeikommissar Bohl.

Mit Beginn des Monats Juli konnte die neu etatisierte 2. Einsatzhundertschaft der Bundespolizeiabteilung Hünfeld den Wirkbetrieb aufnehmen. Mit einem Antreten am 1. Juli wurde die Einheit durch den Abteilungsführer Polizeidirektor Werner Friedrich offiziell in Dienst gestellt. Die Führung der Hundertschaft übernimmt der langjährige Sachgebietsleiter Lage- und Öffentlichkeitsarbeit im Abteilungsstab, Polizeihauptkommissar Jürgen Bohl.

Zur Erinnerung: Im Rahmen der Neuorganisation der Bundespolizei im Jahre 2008 wurde eine Einsatzhundertschaft in Hünfeld abgezogen. Daraus resultierte eine in der Bundespolizei einmalige Abteilungsstruktur mit zwei Hundertschaften Spezialkräfte und lediglich einer Einsatzhundertschaft. Da aus einsatztaktischer und polizeifachlicher Sicht viel Gründe für eine 2. Einsatzhundertschaften im Standort sprachen, war die „Rückgewinnung“ der 2. Einsatzhundertschaft bereits unmittelbar nach der Neuorganisation das erklärte Ziel der Hünfelder Bundespolizei.
Dabei erfuhr die Bundespolizeiabteilung Hünfeld auch eine umfassende, parteiübergreifende Unterstützung durch die Politik, allen voran durch den Bundestagsabgeordneten Michael Brand.
Auch die beiden bisherigen Behördenleiter der Direktion Bundesbereitschaftspolizei Präsident a.D. Friedrich Eichele und Präsident Uwe Sieber setzten sich intensiv für die 2. Hünfelder Einsatzhundertschaft ein.

Mit dieser tatkräftigen und anhaltenden Unterstützung gelang es schließlich im Jahr 2017 eine Entscheidung des Bundesministeriums des Innern zur Wiedererlangung der 2. Einsatzhundertschaft bei der Bundespolizeiabteilung Hünfeld herbeizuführen. Anfang 2020 wurden dann die organisatorischen Voraussetzungen für den Aufbau der Einheit geschaffen. In 2020 und 2021 erfolgte eine personelle Verstärkung des Standortes mit jungen Laufbahnlehrgangsabsolventen des mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienstes, die zur Auffüllung der neuen Hundertschaft aber auch der bestehenden Einheiten eingesetzt wurden. Durch die neue 2. Hundertschaft wird sich die Sollstärke der Hünfelder Abteilung um über 120 Mitarbeiter erhöhen. Sichtlich erfreut erwähnte Polizeidirektor Friedrich in seiner Ansprache den langwierigen Prozess: „Es gilt heute Dank zu sagen, an alle, die bei der Etatisierung und dem anschließenden Aufbau der 2. Einsatzhundertschaft mitgewirkt haben. Dabei erfuhren wir eine herausragende, parteiübergreifende Unterstützung der Politik – von der Stadt Hünfeld über Landkreis und Land Hessen bis zur Bundesebene.“

Auch der Vorsitzende des Personalrates Frank Martini sprach von einem guten Tag für die Bundespolizeiabteilung Hünfeld. „Auch von Seite der Berufsvertretungen wurden alle Anstrengungen unternommen. Es war das einvernehmliche Ziel von Behördenleitung und Personalvertretung die Einheit zurück zu bekommen.“ Die erste Bewährungsprobe für die neue Hundertschaft steht bereits am Wochenende mit einem Einsatz in Bingen auf dem Programm. Polizeidirektor Friedrich wünschte der Einheit zum Abschluss interessante und fordernde Einsätze mit einer verletzungsfreien Rückkehr.

Brand spricht von „historischem Tag“

„Für die Hünfelder Bundespolizei, aber auch für mich ist das heute nach über einem Jahrzehnt hartem Kampf für eine zusätzliche Einsatzhundertschaft ein besonderer, ja historischer Tag“, so der osthessische Wahlkreisabgeordnete Michael Brand, der im Bundestags-Innenausschuss der zuständige Berichterstatter für die Bundespolizei ist. „Das ist eine erneute und nachhaltige Stärkung des Standortes.“ Mit der zusätzlichen Einsatzhundertschaft, einer neuen Anti-Terror-Einheit und Millionen Investitionen wie dem neuen Trainingszentrum gehöre Hünfeld inzwischen zu den „Top-Standorten in Deutschland“. „Danken möchte ich ausdrücklich Hünfelds Abteilungsführer Werner Friedrich wie dem GdP-Vorsitzenden Frank Martini für das verlässliche und erfolgreiche Zusammenwirken in all den Jahren“, so Brand. „.Das ist ein gemeinsamer Erfolg. Acht Jahre verdammt hartes Bohren beim Bundesinnenminister haben sich für unseren Standort ausgezahlt.“ Brand zeigte sich zuversichtlich, dass der Standort auch in den nächsten Jahren gestärkt wird. „Wir haben noch einiges vor. Der Standort in Hünfeld gehört zu den besten in Deutschland – zentrale Lage, gutes Personal, hohe Professionalität und Motivation. Ich danke unseren Einsatzkräften, unseren tüchtigen Bundespolizistinnen und Bundespolizisten, meine Unterstützung für sie ist weiter sicher.“ +++ pm

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