Al-Wazir: Goodyear-Schließung Schwerer Verlust für die Region

Entscheidung ist für Mitarbeiter ein Schlag ins Gesicht

Das US-Unternehmern kündigte an, das Werk in Fulda ganz schließen zu wollen. Das hatten die Beschäftigten bei einer Mitarbeiterversammlung erfahren. Bereits im Jahr 2025 soll Schluss sein. Rund 1050 Menschen verlieren dann ihre Arbeit. Zur angekündigten Schließung des Goodyear-Werks Fulda erklärte Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir: „Diese vorweihnachtliche Hiobs-Botschaft trifft über 1.000 Beschäftigte und ihre Familien völlig überraschend. Noch im Sommer war von so weitreichenden Plänen nicht die Rede gewesen. Staatssekretär Jens Deutschendorf hat am 26. Juli mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung über die damals beabsichtigte Streichung von 550 Stellen gesprochen und Unterstützung bei der Umorientierung auf CO2-freie Produktion angeboten. Wir sind erstaunt und verwundert, dass die Situation sich seitdem so geändert haben soll.“

„Wenn das Vorhaben so umgesetzt wird, bedeutet das einen schweren Verlust für die Stadt Fulda und die ganze Region“, sagte der Minister. „Goodyear spielt eine bedeutende Rolle in der lokalen Wirtschaft und ist ein wichtiger Arbeitgeber. Die Landesregierung hat größtes Interesse, dass es zu einer alternativen Lösung kommt und die Auswirkungen auf die Belegschaft minimiert werden. Staatssekretär Deutschendorf wird deshalb umgehend ein erneutes Gespräch mit der Geschäftsleitung suchen. Unser Unterstützungsangebot besteht weiter. Hessen unterstützt darüber hinaus die Region Fulda bei ihrem Vorhaben, möglichst allen betroffenen Beschäftigten adäquate Arbeitsplätze in der Region anzubieten.“

Hofmann MdL (Grüne): Entscheidung ist für Mitarbeiter ein Schlag ins Gesicht

Bestürzt über die beabsichtigte Schließung des Werkes zeigte sich auch Markus Hofmann, Landtagsabgeordneter der Grünen in der Region: „Die Nachricht, dass Goodyear in 2025 seinen Gründungsstandort in Fulda vollständig aufgeben will, schockiert mich. Nach vielen Monaten intensiver Verhandlungen und Zugeständnisse bleibt nur die Vermutung, dass die Mitarbeitenden hinters Licht geführt wurden. Ob den Versprechungen der Geschäftsführung, die Mitarbeitenden fair zu behandeln und zu unterstützen, getraut werden kann, nachdem bereits vorangegangene Gespräche über einen Sozialplan für den vormals geplanten Stellenabbau gescheitert waren, bleibt fragwürdig. Für alle Mitarbeitenden und vor allem für jene, die dem Unternehmen viele Jahre die Treue gehalten haben, ist diese unerwartete Entscheidung ein Schlag ins Gesicht. Einmal mehr zeigt sich, dass ein multinationaler Konzern wie Goodyear nach eigenen Regeln funktioniert. Eine solche Vorgehensweise ist bei einem mittelständischen Unternehmen nur schwer vorstellbar. Ich hoffe für die Mitarbeitenden in genau solch einem Unternehmen eine neue Anstellung zu finden und damit den Wirtschaftsstandort Fulda mit seinen zahlreichen hervorragenden Mittelständlern zu stärken.“

Lamely (AFD): Feldzug gegen den Verbrennungsmotor

Der Kreisvorsitzende der AfD Fulda Pierre Lamely kritisiert die aktuellen politischen Entscheidungen, insbesondere in Bezug auf die Autoindustrie, die Energiepolitik und den Schutz der deutschen Wirtschaft und fordert eine Umkehr: „Wie viele Arbeitsplätze müssen noch verloren gehen, bis eine wirtschaftspolitische Wende eingeleitet wird? Wir müssen die Energiewende ins Abseits beenden und eine Rückkehr zu bezahlbarer Energie durch Kernkraft einleiten und aufhören, einen Feldzug gegen den Verbrennungsmotor, das Auto an sich und den Individualverkehr zu führen. Ein Werk wie die Gummi lässt sich nicht durch Fahrradschläuche und eScooter-Reifen auslasten.“ +++