15 Jahre Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekte der AWO Fulda

Wolfram Latsch (Wirtschaftlicher Leiter des AWO Kreisverbands Fulda), Edith Becker (ehem. Geschäftsführerin AWO Kreisverband Fulda), Jürgen Brehl (Projektleiter Lohn und Brot bei dem Projektstart 1999), Ulla Döppner (Kreisbeigeordnete Landkreis Fulda). Adriana de Oliveira (AWO Bereichsleitung Integration und Bildung), Dag Wehner (Bürgermeister Fulda), Miriam Sturm (Vorstandsvorsitzende des AWO Kreisverband Fulda). (v.l.)

Fulda. Vor 15 Jahren ist das Projekt Lohn und Brot aus der Streetwork-Arbeit entwickelt worden, um junge Männer, die aus eigener Kraft keine berufliche Perspektive finden können, aufzufangen und in ihren Kompetenzen zu stärken. Die AWO war damals der erste Träger der Jugendberufshilfe in Fulda. Noch heute zählen die Projekte Lohn und Brot und Artemis zu den niedrigschwelligsten Jugendberufshilfe-Angeboten für junge Frauen und Männer in Fulda.

Wolfram Latsch, Wirtschaftlicher Leiter der AWO, begrüßte die zahlreichen Gäste, die sich zur offiziellen Feier vor der Fahrradwerkstatt des Beschäftigungsprojektes versammelt hatten. „In den letzten 15 Jahre konnten über 1.400 jungen Menschen in den AWO Projekten Perspektiven geboten werden“, führt Latsch aus und dankt dem Landkreis, der Stadt Fulda, dem Kommunalen Kreisjobcenter und der WI-Bank für die langjährige Unterstützung und Förderung der Projekte. „Die Arbeit mit den jungen Menschen ist anspruchsvoll, denn es gilt Vertrauen und eine Beziehung aufzubauen. Dafür braucht man Zeit und ein gutes Mitarbeiterteam, auf das wir stolz sind.“

Jürgen Brehl und Edith Becker, die vor 15 Jahren die treibenden Kräfte bei der Konzeption und Durchsetzung des Projektes Lohn und Brot waren, berichteten von den Herausforderungen und Erfolgen der ersten Monate und Jahre. Lohn und Brot sei das Kernprojekt gewesen, aus dem sich letztendlich die vielfältigen heutigen AWO-Angebote entwickelt haben – das Mädchenprojekt „Artemis“, die Jugendarbeit in der Innenstadt und im Südend, die Stadtteilarbeit am Aschenberg, im Südend und in Ziehers Nord, uvm.

Die Kreisbeigeordnete Ulla Döppner überbrachte die Grüße des Landkreises und erinnerte an die große Eröffnungsfeier vor 15 Jahren: „Der Start eines solchen Projekte von der AWO war etwas ganz Neues und nicht einfach durchzusetzen. Umso mehr freue ich mich über den Erfolg.“ Bürgermeister Dag Wehner dankte für die engagierte Arbeit der vergangenen 15 Jahre und sicherte auch weiterhin die Unterstützung der Stadt zu. Die Bundestagsabgeordnete Birgit Kömpel erinnerte, dass in Zeiten des Fachkräftemangels solche Projekte zunehmend an Bedeutung gewinnen, und dankte den Mitarbeitern, aber auch den Kommunen für ihr Engagement.

Zum Abschluss bestand die Möglichkeit zum gemütlichen Austausch und zur Besichtigung der Projekträume, wie der Fahrradwerkstatt, des neu entstehenden Beschäftigungsfeldes „Schaugarten“ oder des neuen offenen Kreativprojektes „Kunst mit Fahrradteilen“. +++ fuldainfo