Gersfeld. Stationslauf, Lampensafari und als Highlight das Beobachten der hereinbrechenden Nacht – beim zweiten Workshop „Rettet die Nacht, die Sterne und den Mond“ in der Jugendbildungsstätte Wasserkuppe konnten 26 Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren einiges über das Licht, die natürliche Nacht und Lichtverschmutzung lernen.
Ein interaktiv gestalteter Stationslauf veranschaulichte den Kindern am Beispiel ausgewählter Tiere, welchen negativen Einfluss künstliches Licht konkret auf die Tiere und Umwelt hat. Bei der anschließenden „Lampenkundologie“ konnten sich die TeilnehmerInnen selbst ein Bild von künstlichem Licht machen, mit dem Ziel „gute“ und „schlechte“ Leuchten zu unterscheiden und wie man schlechte Leuchten verbessern kann. Ganz praktisch wurden die mitgebrachten grellen Taschenlampen mit Hilfe von Servietten und Gummibändern umweltfreundlich umgerüstet. Mit all diesem Wissen im Hintergrund, ging es dann daran ein eigenes kleines Häuschen zu bauen und mit einer Lampe zu versehen, die möglichst wenig Licht in die Atmosphäre abgibtZu einer Stadt zusammengestellt wurde modellhaft deutlich, wie auch in Siedlungen verantwortungsvoll mit Licht umgegangen werden kann.
Das Highlight stand schließlich am Abend auf dem Programm. Im Rahmen eines Nachtspazierganges ging es bei der Lampensafari darum, die künstlichen Lichtquellen an den Häusern der Wasserkuppe zu beurteilen, um am darauf folgenden Tag Schreiben mit Verbesserungsvorschlägen zu verfassen. Diese wurden schließlich am Sonntagmorgen den Besitzern der Leuchten mit dem freundlichen Hinweis übergeben, durch kleine Veränderungen an der Anlage die Natur besser zu schützen. Da das Wetter auf der Wasserkuppe leider die Sicht auf die Sterne versperrte wurde kurzerhand ein Alternativprogramm auf die Beine gestellt. Spannende Einblicke in die Lebens- und Arbeitswelt der Astronauten auf der internationalen Raumstation ISS sorgten bei den TeilnehmerInnen für staunende Gesichter. Auf diese Weise ist man dem Weltall dann doch ein Stück näher gekommen.
Der Sternenpark Rhön hat nun mit 26 neuen Bewahrern der Nacht ordentlich Unterstützung bekommen, damit unsere natürlichen Nachtlandschaften auch zukünftig etwas Besonderes bleiben. +++ pm
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