Berlin. Die Bremer Schulsenatorin Claudia Bogedan, derzeitige Präsidentin der Kultusministerkonferenz, fordert die rasche Einstellung von Seiteneinsteigern in den Schuldienst, um die große Zahl schulpflichtiger Flüchtlingskinder unterrichten zu können. Das deutsche Bildungssystem habe es derzeit mit Zahlen zu tun, „die wir so vorher nicht kannten“, erklärt die Sozialdemokratin im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. In den Jahren 2014 und 2015 seien 325.000 Flüchtlinge ins deutsche Schulsystem eingewandert. Nach Bogedans Angaben würden 20.000 zusätzliche Lehrkräfte gebraucht, um diese Kinder angemessen zu unterrichten. Da sich auf dem Arbeitsmarkt derzeit aber kaum Lehrer fänden, müssten „verstärkt Seiteneinsteiger für den Schuldienst“ gewonnen werden, so Bogedan zum „Spiegel“. Großer Mangel herrsche auch an Pädagogen mit der Zusatzqualifikation „Deutsch als Fremdsprache“. Die zugewanderten Grundschüler bräuchten dringend Förderstunden für den Spracherwerb. Viele Länder böten jetzt passende Weiterbildungen fürs Lehrpersonal an, denn: „Ohne Deutsch geht nichts“, sagte Bogedan. +++ fuldainfo
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