Die hessische Steuerfahndung und die Betriebsprüfung haben im vergangenen Jahr ein Steuermehrergebnis von insgesamt 2,06 Milliarden Euro erzielt. Das geht aus dem Jahresbericht 2025 der Oberfinanzdirektion (OFD) Frankfurt am Main hervor, der die Leistungsbilanz der Hessischen Steuerverwaltung dokumentiert.
Auf die Betriebsprüfung entfielen 1,25 Milliarden Euro und damit in etwa so viel wie im Vorjahr mit 1,34 Milliarden Euro. Die Steuerfahndung steuerte 810 Millionen Euro bei und verbesserte ihr Ergebnis deutlich gegenüber 2024, als 253 Millionen Euro erzielt worden waren.
Finanzminister Professor Dr. R. Alexander Lorz erklärte, die Ergebnisse belegten die Wirksamkeit der Arbeit der Hessischen Steuerverwaltung und sorgten zugleich für mehr Steuergerechtigkeit. Wer sich an der Gemeinschaft ehrlicher Steuerzahler vergreife, müsse mit der Steuerfahndung rechnen. Deren Arbeit habe 2025 neben dem Mehrergebnis auch zu rechtskräftigen Freiheitsstrafen von insgesamt 193 Jahren geführt.
Die Oberfinanzpräsidentin Konstanze Bepperling betonte, die Hessische Steuerverwaltung stehe für Steuergerechtigkeit und sichere die Einnahmen des Landes. Steuerbetrug und organisierter Kriminalität werde entschlossen begegnet. Zugleich setze die Verwaltung auf Digitalisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
Neben den Steuermehrergebnissen wurden durch die Arbeit der Steuerfahndung sowie der Bußgeld- und Strafsachenstellen rechtskräftige Geldsanktionen von gut neun Millionen Euro verhängt. Die rechtskräftigen Freiheitsstrafen beliefen sich auf 193 Jahre bei der Steuerfahndung und 203 Jahre bei den Bußgeld- und Strafsachenstellen.
Die Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main ist die Mittelbehörde der Hessischen Steuerverwaltung und steht zwischen Finanzämtern und Finanzministerium. Ihr Jahresbericht gibt regelmäßig Einblicke in die Arbeit der Verwaltung und deren Ergebnisse. +++
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