GSP Fulda zieht Bilanz: Stabile Mitgliederzahl und Appell für Frieden in unruhigen Zeiten

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Akademiedirektor Gunter Geiger, Kurator Dr. Stefan Wolle sowie GSP-Sektionsleiter Michael Schwab. Foto: Katholische Akademie des Bistums Fulda.

Trotz weltweiter Krisen und einer angespannten sicherheitspolitischen Lage blickt die Fuldaer Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) auf ein insgesamt stabiles Vereinsjahr zurück. Bei der Mitgliederversammlung im Jägerhaus Bronnzell zog Sektionsleiter Michael Schwab eine positive Bilanz und betonte das anhaltend große Interesse an der sicherheits- und verteidigungspolitischen Bildungsarbeit des Vereins.

Derzeit zählt die Sektion 122 Mitglieder und damit zwei weniger als im Vorjahr. Fünf Todesfälle und ein altersbedingter Austritt konnten durch vier Neueintritte nicht vollständig ausgeglichen werden. Schwab zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass sich die Mitgliederzahl im kommenden Jahr zumindest stabilisieren oder sogar wieder leicht erhöhen werde. Das Interesse an den Veranstaltungen und Angeboten der GSP sei weiterhin ungebrochen.

Seinen Rechenschaftsbericht stellte Schwab unter die Überschrift **„Appell gegen die Verrücktheit des Krieges“**. Mit Blick auf die zahlreichen internationalen Konflikte verwies er auf den Friedensappell von Papst Leo XIV. und bezeichnete diesen als ermutigendes Zeichen. Zugleich machte er deutlich, dass die Entwicklung der weltweiten Sicherheitslage letztlich von politischen Entscheidungsträgern abhänge. Die Fuldaer GSP verstehe ihre Arbeit deshalb nicht nur als Informationsangebot, sondern auch als Beitrag zum Dialog und zur Friedensarbeit im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Vor dem Hintergrund der aktuellen internationalen Entwicklungen gewinnt nach Ansicht der GSP auch das Projektthema des Bundesverbandes für 2026 an Bedeutung. Unter dem Titel **„Gesamtverteidigung Deutschland“** soll das Bewusstsein für Bedrohungslagen, Krisenvorsorge und die Rolle der Zivilgesellschaft gestärkt werden. Bereits mit dem Vortrag „Blaulicht vs. neue Herausforderungen in der Gefahrenabwehr“ des Fuldaer Fachdienstleiters Gefahrenabwehr, Frank Reith, habe die Sektion dieses Themenfeld aufgegriffen.

Im vergangenen Jahr setzte die GSP zudem auf neue Formate. Gemeinsam mit dem Landesverband Hessen des Deutschen Journalisten-Verbandes wurde an der Rabanus-Maurus-Schule erstmals die Ausstellung **„EU on tour“** präsentiert. Ergänzt wurde sie durch einen Schreibwettbewerb zur europäischen Außen- und Sicherheitspolitik. Neu im Programm sind außerdem Besichtigungen mit begleitenden Fachvorträgen. Den Auftakt bildeten ein Besuch des Black Horse Museums auf dem ehemaligen Kasernengelände sowie ein Vortrag zum Thema „250 Jahre USA“.

Einen hohen Stellenwert misst die Sektion ihren Kooperationen bei. Zu den langjährigen Partnern zählen die Katholische Akademie des Bistums Fulda sowie die Rabanus-Maurus-Schule. Erfolgreich entwickelt habe sich auch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Journalisten-Verband. Gemeinsam wurde Anfang 2025 im Bonifatiushaus die Ausstellung **„Ukraine: Journalists in WAR zones“** mit Fotografien aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gezeigt. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit mit der Kreisgruppe der Reservisten weiter ausgebaut werden. Ende August ist bereits eine erste gemeinsame Veranstaltung im Kanzlerpalais geplant.

Mit besonderem Dank erinnerte Schwab an die Arbeit des Vorstandsteams um Michael Trost, Gisbert Hluchnik, Ingolf Mann und Fritz Sturm. Gleichzeitig gedachte er seines im vergangenen Jahr überraschend verstorbenen Stellvertreters Michael Blum.

Auch die Gewinnung jüngerer Mitglieder bleibt ein zentrales Thema. Nach dem Vorbild der GSP-Sektion Bad Kissingen, die bereits eine Nachwuchsgruppe gegründet hat, sollen nun auch in Fulda entsprechende Möglichkeiten geprüft werden.

Für die kommenden Monate kündigte die Sektion mehrere Veranstaltungen an. Noch bis zum 25. Juni ist im Bonifatiushaus die Ausstellung **„Die Partei hat immer recht – Die SED im Alltag der DDR“** des Historikers Dr. Stefan Wolle zu sehen. Am 9. Juni folgt der Vortrag **„Charkow 1943 und Bachmut 2023 – Bewegungskrieg versus Stellungskrieg in der Ukraine“** mit Dr. Karl-Heinz Frieser. Für den 29. August ist im Kanzlerpalais ein Akademieabend zum Thema **„Hybride Kriegsführung und Soziale Medien – Digitale Desinformation verstehen und bekämpfen“** geplant. Gemeinsam mit der Katholischen Akademie des Bistums Fulda und der Reservistenvereinigung wird dort Major der Reserve Fabian Neumann referieren. Den Abschluss des Veranstaltungsprogramms bildet die sicherheitspolitische Jahresfahrt nach Berlin vom 30. August bis 1. September.

„Angesichts der vielen Konflikte und Kriege in der Welt wollen wir durch vertiefende Information Entscheidungshilfen an die Hand geben und uns für den Dialog einsetzen“, sagte Schwab. Zugleich rief er Mitglieder und interessierte Gäste dazu auf, die Angebote der Gesellschaft für Sicherheitspolitik aktiv zu nutzen. +++


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