
Wie Unternehmen ihre Energiekosten nachhaltig senken und sich zugleich unabhängiger von den Schwankungen der Energiemärkte machen können, stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „Energie neu denken“ der RhönEnergie Effizienz + Service GmbH (RES). Firmenkunden erhielten dabei Einblicke in Möglichkeiten, den Energieverbrauch dauerhaft zu reduzieren und staatliche Förderprogramme gezielt zu nutzen.
Im Fokus der Veranstaltung stand die Erkenntnis, dass langfristige Einsparungen vor allem durch einen geringeren Energieverbrauch erzielt werden können. „Die Menge der verbrauchten Energie lässt sich sehr gut beeinflussen. Dafür haben wir eine Reihe von Vorschlägen“, erklärte RES-Geschäftsführer Ralf-Stefan Stöppler. Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Gruppe, betonte, dass wirtschaftlich starke Unternehmen auch für den regionalen Energieversorger von großer Bedeutung seien. Ziel sei eine langfristige Partnerschaft mit den Betrieben.
Als Herausforderungen für die Wirtschaft wurden die anhaltenden geopolitischen Krisen genannt. Der Krieg in der Ukraine, der Konflikt im Nahen Osten mit Auswirkungen auf die Straße von Hormus sowie die Energie- und Handelspolitik der USA sorgten weiterhin für Unsicherheiten auf den Energiemärkten. Hinzu kämen steigende Belastungen durch den EU-Emissionshandel und die schrittweise höhere CO₂-Bepreisung fossiler Energieträger.
Nach Angaben der RES beginnt jede erfolgreiche Einsparstrategie mit einem detaillierten Energiemonitoring. Dabei würden häufig bislang unerkannte Strom- und Energieverbraucher identifiziert. Als Praxisbeispiel wurde ein Unternehmen aus Fulda vorgestellt, das nach einer Energieberatung und der Anpassung von Maschinenlaufzeiten inzwischen jährlich einen fünfstelligen Euro-Betrag einspart. Für die Einführung eines Energiemonitorings können Unternehmen – abhängig von ihrer Größe – staatliche Zuschüsse von bis zu 45 Prozent erhalten.
Auch Energieberatungen werden finanziell unterstützt. Unternehmen mit jährlichen Energiekosten von mehr als 10.000 Euro können einen Zuschuss von bis zu 50 Prozent der Beratungskosten erhalten, maximal 3.000 Euro. Darüber hinaus werden Investitionen in Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Sensorik gefördert. Für viele Unternehmen ist ein regelmäßiges Energieaudit bereits gesetzlich vorgeschrieben. Ab einem jährlichen Energieverbrauch von mehr als 7,5 Gigawattstunden muss zudem ein Energiemanagementsystem eingeführt werden.
Weitere Schwerpunkte der Veranstaltung waren moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen, Fernwärme, Blockheizkraftwerke und die Nutzung von Abwärme. Außerdem informierte die RES über Photovoltaikanlagen zur Stabilisierung der Energiekosten sowie über Elektromobilität, die zunehmend im Unternehmensalltag an Bedeutung gewinnt. Nach Angaben der RhönEnergie fährt inzwischen jedes vierte neu zugelassene Auto vollelektrisch. Auch bei Lastwagen steige der Anteil kontinuierlich. Für Unternehmen bietet die RES zudem Modelle an, bei denen sie die Investitionskosten für Photovoltaikanlagen übernimmt, sodass die Betriebe unmittelbar von den Einsparungen profitieren können.
Als Referenten wirkten Josef Bergmann zum Thema Energiemonitoring, Johannes Bernhard zur Energieberatung, Jörg Brandes zu Energiesystemen, Dirk Schäfer zu Photovoltaik und Speichern sowie Florian Michaelis zur Elektromobilität mit.
Unternehmen, die ihre Energiekosten senken möchten, können sich direkt an die RhönEnergie Effizienz + Service GmbH wenden und sich zu den verschiedenen Beratungs- und Fördermöglichkeiten informieren. +++

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