Gemeinsam statt nebeneinander: Lions Club Fulda unterstützt Inklusionsarbeit mit 2.000 Euro

Im Rahmen eines Vortrags stellten die Verantwortlichen von Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen e.V. die vielfältigen Angebote des Vereins vor. Foto: privat

Seit mehr als 35 Jahren setzt sich der Verein Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen e.V. dafür ein, Menschen mit und ohne Behinderung ein selbstbestimmtes Leben mitten in der Gesellschaft zu ermöglichen. Was einst als Elterninitiative begann, hat sich in der Region Fulda zu einer festen Anlaufstelle für Inklusion, gesellschaftliche Teilhabe und Chancengleichheit entwickelt.

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Unterstützungsbedarf. Mit Freizeitangeboten, Bildungsmaßnahmen, Begegnungsprojekten und individuellen Hilfen schafft der Verein Räume, in denen Menschen unabhängig von ihren persönlichen Voraussetzungen selbstverständlich zusammenleben und voneinander lernen können.

„Inklusion bedeutet für uns, dass jeder Mensch die Möglichkeit erhält, sein Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben“, sagt Toni Kaufmann, 1. Vorsitzender des Vereins, der sich seit 1993 ehrenamtlich engagiert. Viele Angebote wären ohne die Unterstützung von Spendern und Förderern nicht möglich.

Gemeinsam mit der 2. Vorsitzenden Julia Grauel, die sich seit 2019 ehrenamtlich für den Verein einsetzt, gestaltet Kaufmann die strategische Weiterentwicklung der Organisation. „Gerade gemeinsame Freizeitaktivitäten schaffen Begegnungen, Freundschaften und Selbstvertrauen. Sie sind oft weit mehr als nur ein Ausflug oder ein Ferienangebot“, betont Grauel.

Für die wirtschaftliche Leitung und die Entwicklung neuer Projekte ist Diplom-Betriebswirtin Pia Schaffranek verantwortlich, die seit 2014 für den Verein tätig ist. „Unser Ziel ist es, Angebote zu schaffen, die Menschen echte Teilhabe ermöglichen. Dabei geht es häufig um kleine Dinge mit großer Wirkung – beispielsweise die Möglichkeit, an einer Ferienfreizeit oder einem gemeinsamen Ausflug teilzunehmen“, erklärt sie.

Wie wichtig diese Angebote im Alltag sind, erlebt Marina Hartmann, Sozialjuristin (LL.B.), die seit 2021 hauptamtlich und bereits seit 2013 ehrenamtlich für den Verein aktiv ist, immer wieder aus nächster Nähe. Sie verantwortet die Leistungserbringung sowie die Vereinsveranstaltungen. „Gemeinsame Erlebnisse fördern soziale Kompetenzen, stärken das Selbstwertgefühl und schaffen Zugehörigkeit. Kein Kind sollte aus finanziellen Gründen darauf verzichten müssen“, sagt Hartmann.

Um genau diese Form der Teilhabe zu fördern, unterstützt der Lions Club Fulda den Verein mit einer zweckgebundenen Spende in Höhe von 2.000 Euro. Die Mittel sind für Freizeitaktivitäten von Kindern und Jugendlichen bestimmt, deren Familien die Teilnahme an Ausflügen, Ferienangeboten oder gemeinschaftlichen Unternehmungen sonst nur schwer finanzieren können. Den Spendenscheck überreichten Lions-Präsident Michael Engels, Vizepräsident André Eydt sowie Club-Beauftragter Marc Schäfer an die Vertreter des Vereins.

„Freizeit, Gemeinschaft und unbeschwerte Erlebnisse dürfen keine Frage des Geldbeutels sein“, erklärte Michael Engels bei der Übergabe. „Wir freuen uns, mit unserer Spende dazu beitragen zu können, dass Kinder und Jugendliche wichtige Erfahrungen sammeln, Freundschaften schließen und selbstverständlich dazugehören können.“

Toni Kaufmann bedankte sich im Namen des Vereins für die Unterstützung. „Gerade bei Freizeitangeboten erleben wir immer wieder, wie wertvoll gemeinsame Erlebnisse für die persönliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sind. Die Spende hilft uns dabei, Teilhabe dort zu ermöglichen, wo finanzielle Hürden sonst eine Teilnahme erschweren würden“, sagte er.

Die Spende stammt aus den Erlösen der Activities des Lions Club Fulda sowie aus Spenden von Unterstützern und Mitgliedern des Service-Clubs. Die Mittel werden zweckgebunden eingesetzt, damit Kinder und Jugendliche an Freizeit- und Teilhabeangeboten teilnehmen können, die andernfalls aus finanziellen Gründen nicht mitfahren oder mitmachen könnten. Hinter der Förderung steht damit eine vergleichsweise einfache, aber entscheidende Idee: Dass Zugehörigkeit nicht vom Einkommen der Eltern abhängen sollte und gemeinsame Erlebnisse für alle möglich sein müssen. +++


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