Berlin. Edzard Reuter, der frühere Vorstandschef des Automobilkonzerns Daimler, hat sich dafür ausgesprochen, den Spitzensteuersatz in Deutschland deutlich zu erhöhen, um gesellschaftliche Verwerfungen zu verhindern: „Bis zu 60 Prozent Steuern für Spitzenverdiener, warum nicht. Und dazu endlich eine Spekulationssteuer an den Börsen“, sagte der Ex-Manager der „Süddeutschen Zeitung“. Derzeit liegt der Spitzensteuersatz bei 42 Prozent. Reuter, der seit Jahrzehnten SPD-Mitglied ist, fürchtet ein zunehmendes Ungleichgewicht in der Gesellschaft: „Immer mehr Menschen mit Zeitarbeitsverträgen stehen Manager gegenüber, die Bezüge im zweistelligen Millionenbereich bekommen.“ Es werde leider „knallen, wenn wir nicht endlich aufwachen“. Zugleich mischt sich Reuter mit einer deutlichen Warnung in die Debatte um Managergehälter ein: „Eine gesunde Wirtschaft hängt auf Dauer entscheidend davon ab, dass die Mitarbeiter Vertrauen haben können, dass ihr Unternehmen menschlichen Anstand kennt und ethische Grundsätze hat“, sagte Reuter. Er selbst habe in seinen besten Zeiten zwei Millionen Deutsche Mark jährlich verdient. Die heutige Höchstgrenze sehe er bei fünf Millionen Euro. +++
Solche Forderungen gibt es immer wieder. In Hamburg hatten sich mal eine Runde Millionäre zusammengetan, um für die Einführung einer Vermögenssteuer zu plädieren. Es ist mir unbegreiflich, warum die Politik – ob CDU oder SPD – weiterhin die Superreichen schonen und damit für die Verwerfungen in unserem Land die Verantwortung tragen. Gibt es etwa durch eine Vernetzung der Politiker mit den Reichen so etwas wie Korruption, die dafür sorgt, dass es im Steuerbereich keine Änderungen gibt? Denkbar wäre es jedenfalls.
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