Fulda. Brexit- und Trump-Sieg zeigen, welche Folgen es haben kann, wenn Politik Abstiegsängste und soziale Probleme vernachlässigt. Doch die ökonomische Elite ignoriert, dass ein Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik dringend notwendig ist. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) fordert in seinem neuen Gutachten die Fortsetzung von neoliberaler Politik. Nach dem Brexit-Schock, jetzt der Trump-Schock: Der rechte Populist Donald Trump wird Präsident der USA. Wie schon das Votum der Briten zum EU-Austritt, ist auch der Ausgang der US-Wahl zum Teil Ausdruck eines grundsätzlichen Protests gegen die soziale Schieflage. Viele wünschen sich zurück in eine Zeit, in der man von seinem Job gut leben konnte, in der es gerechter zuging als heute. Dass Rechtspopulisten, das niemals liefern werden, wird vor lauter Wut ignoriert.
Drohender Rechtsruck in Österreich und Frankreich
Der Brexit und der Trump-Sieg zeigen, welche Folgen es haben kann, wenn die Politik Abstiegsängste und soziale Probleme vernachlässigt. Das müssen endlich auch Politiker in anderen Ländern zur Kenntnis nehmen, schließlich droht nicht nur in Österreich und Frankreich ebenfalls ein Rechtsruck. Auch in Deutschland stehen nächstes Jahr Wahlen an. Auch unsere Gesellschaft ist von wachsender Ungleichheit und Abstiegsängsten geprägt. Kinderarmut ist für viele der Anfang, Altersarmut das Ende einer Lebens- und Arbeitsbiographie. Eine Politik, die soziale Gerechtigkeit stärkt, Chancengleichheit und Wohlstand für alle fördert, ist längst überfällig.
Umdenken in der Wirtschaftspolitik nötig

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