CDU-Generalsekretär Mario Czaja befürchtet angesichts der geplanten Einschnitte beim Elterngeld deutliche Verschlechterungen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. "Die Kürzungsabsichten von Familienministerin Paus (Grüne) beim Elterngeld sind ein Schlag ins Gesicht erwerbstätiger Eltern", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Mittwochsausgaben). "Und sie sind ein krasser Rückschritt für partnerschaftliche Erziehung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf." Czaja warnte, dass sich einige Paare gegen eine Elternzeit entscheiden könnten: "Wir sehen mit großer Sorge, dass wieder mehr Paare ganz genau hinschauen müssten, wer wie lange zu Hause bleiben kann. De facto sorgt diese Bundesregierung für eine Zwei-Klassen-Gesellschaft unter jeweils hart arbeitenden Familien", fügte der CDU-Politiker hinzu. "Die Mittelschicht muss sich Familienplanung mit der Ampel zukünftig leisten können", so Czaja.
Junge Union Hessen kritisiert die Pläne der Ampelregierung zur Kürzung des Elterngeldes
Die Junge Union Hessen kritisiert die Pläne der Ampelregierung zur Kürzung des Elterngeldes. Dies sei als „Schlag in die Magengrube für junge Familien“ zu verstehen, bemängelt Vanessa Hinterschuster, Referentin für Gesundheit, Soziales und Integration. Sie ist Ingenieurin, er ist Lehrer. Laut den aktuellen Plänen der Ampel gäbe es für solche oder ähnliche Konstellationen, nämlich Paare mit einem Jahreseinkommen von über 150.000 Euro brutto, kein Elterngeld mehr. 150.000 Euro brutto klingt erst einmal nach viel Geld. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass, wenn beide Elternteile jeweils knapp über 75.000 Euro brutto verdienen, zusammen also 150.000 Euro, während der Elternzeit bei einem zu Hause bleibenden Elternteil, umgerechnet lediglich noch ca. 3.800 Euro netto monatlich zur Verfügung blieben. Zudem müsste vom zu Hause bleibenden Elternteil auch noch die Krankenversicherung bezahlt werden. Gleichzeitig sind mit einem Kind auch erhöhte Kosten für Wohnen, Ausstattung, Kleidung, Nahrung, Windeln etc. verbunden. Das Elterngeld soll eigentlich die Entscheidung für eine Verbindung von Beruf und Familie fördern und dem Verzicht Berufstätiger auf Kinder entgegenwirken. Berufstätige erhalten nach der Geburt eines Kindes dagegen 67 Prozent ihres Einkommens des Vorjahres, beziehungsweise maximal 1.800 Euro.
Mit dem Elterngeld reagiert der Gesetzgeber auf die Tatsache, dass sich Männer und Frauen immer seltener und immer später für Kinder entscheiden. Das Elterngeld soll die Entscheidung für Beruf und Familie begünstigen. Die Einkommensunterschiede zwischen Paaren ohne und solchen mit Kindern sollen abgemildert werden. Aktuell stünde diesem Paar aus dem Beispiel monatlich 1.800 Euro Elterngeld für 14 Monate zu. „Ohne dieses Elterngeld und mit 3.800 Euro die Wohn- und Lebenshaltungskosten, gerade im Ballungsraum, zu finanzieren, ist eine Herausforderung. Die Pläne der Ampelregierung zum Elterngeld verleiten schon weit vor der Geburt dazu, weniger zu arbeiten. In Zeiten des Fachkräftemangels wäre dies ein fatales Zeichen“, betont Vanessa Hinterschuster. „Wir betrachten die geplante Absenkung der Einkommensgrenzen beim Elterngeld als äußerst kritisch, weil diese vor allem die gut ausgebildete und arbeitende Mittelschicht trifft und ein deutlicher Rückschritt für die Gleichstellung und die Familienfreundlichkeit Deutschlands, insbesondere für Frauen wäre. Die Kürzungen von Finanzminister Lindner zum Elterngeld sind leistungsfeindlich und respektlos jedem gegenüber, der Zeit und Kraft in Ausbildung und Karriere investiert hat. Sie werden dazu führen, dass sich noch weniger Akademikerinnen für Kinder entscheiden. Die von der breiten Mittelschicht getragene Unterstützung für den Sozialstaat sinkt, wenn große Teile dieser Mittelschicht von Leistungen, die sie finanzieren, ausgeschlossen sind.“ +++








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