Bürgerbus in Bad Hersfeld startet Probelauf für mehr Mobilität in den Stadtteilen

Für die Testphase des Bürgerbusses in Bad Hersfeld wird der Jugendhausbus genutzt. In Zukunft soll er mobilitätseingeschränkte Menschen an ihr Ziel bringen. Foto: privat

Eine Runde über den Wochenmarkt, ein Weg zur Bank oder ein Arztbesuch – für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, können solche alltäglichen Erledigungen zu einer Herausforderung werden. Die Kreisstadt Bad Hersfeld startet deshalb einen Probelauf für einen Bürgerbus, der das bestehende Angebot des öffentlichen Nahverkehrs ergänzen und insbesondere Bürgerinnen und Bürger in den Stadtteilen erreichen soll.

Die Besonderheit des neuen Angebots ist der Hol- und Bringservice von Haustür zu Haustür. Der Bürgerbus kann ausschließlich nach vorheriger Anmeldung genutzt werden. Er holt die Fahrgäste vor ihrem Zuhause oder in der Nähe ab, bringt sie zum gewünschten Ziel und fährt sie anschließend wieder zurück.

Anmeldungen sind ab sofort bei Dieter Altmann, Mitarbeiter der Stadt Bad Hersfeld im Fachbereich Generationen, unter der Telefonnummer 06621 201-760 möglich. Der Betrieb des Bürgerbusses wird zunächst für ein halbes Jahr erprobt. Zum Einsatz kommt der Kleinbus des Jugendhauses, der von ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern gesteuert wird. Die Nutzung des Angebots ist kostenfrei. Über eine freiwillige Spende freut sich der Fachbereich Generationen der Stadt.

Der Bürgerbus soll insbesondere an den Markttagen dienstags beziehungsweise freitags zum Einsatz kommen. Die konkreten Fahrten richten sich allerdings nach dem tatsächlichen Bedarf der Nutzerinnen und Nutzer sowie nach der Verfügbarkeit der Fahrerinnen und Fahrer.

Bürgermeisterin Anke Hofmann verbindet mit dem Angebot vor allem das Ziel, älteren und mobilitätseingeschränkten Menschen mehr Teilhabe zu ermöglichen. „Es ist mir schon seit Langem ein Anliegen, älteren und mobilitätseingeschränkten Personen mehr Teilhabe durch ein Bürgerbus-Angebot zu ermöglichen. Deshalb hatten wir uns bereits 2023 um eine Förderung beworben, die nach einer langwierigen Prüfung dann doch abgelehnt wurde. Umso mehr freut es mich, dass wir den Betrieb nun erproben und das Angebot dann hoffentlich auch in Zukunft weiterführen. Klar ist, dass wir hier kein Konkurrenzangebot zum ÖPNV schaffen“, sagt Hofmann.

Neben den Fahrgästen werden für das Projekt auch Menschen gesucht, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Wer Lust hat, als Fahrerin oder Fahrer beim Bürgerbus mitzuwirken, kann sich ebenfalls bei Dieter Altmann melden. +++


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