
Ein verlorenes Rad hat am Freitagmittag auf der A5 bei Grünberg mutmaßlich eine folgenschwere Kettenreaktion ausgelöst. Eine Frau aus dem Landkreis Uelzen war mit ihrem VW Polo in Richtung Frankfurt unterwegs, als sich kurz vor der Anschlussstelle Grünberg plötzlich das linke Vorderrad ihres Wagens löste.
Die Fahrerin eines nachfolgenden Mercedes erkannte die Gefahrensituation offenbar rechtzeitig und konnte noch ausweichen. Dahinter kam es jedoch zu einem schweren Auffahrunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen. Ein Skoda-Fahrer aus Bautzen reagierte nach bisherigen Erkenntnissen zu spät und prallte in den Audi Q5 eines Mannes aus dem Landkreis Gießen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der SUV wiederum auf einen weiteren Audi Kombi geschoben, in dem eine Familie aus dem Landkreis Höxter unterwegs war.
Insgesamt waren acht Menschen von dem Unfall betroffen. Drei Personen wurden verletzt, darunter auch ein Baby. Rettungskräfte brachten die Verletzten zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser.
Neben der Feuerwehr Mücke, die mit rund 20 Einsatzkräften die Fahrbahn räumte und Trümmerteile beseitigte, waren ein Notarzteinsatzfahrzeug aus Grünberg, mehrere Rettungswagen sowie eine Streife der Autobahnpolizei Butzbach im Einsatz.
Vier Fahrzeuge waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 80.000 Euro geschätzt. +++

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