
Heftiger Regen und starker Wind haben am Abend in Schlitz und Umgebung für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Im gesamten Schlitzerland waren nach Angaben der Feuerwehr 175 Einsatzkräfte im Einsatz. Zu den Einsätzen gehörten Sturmschäden, abgedeckte Dächer und zahlreiche Ziegel, die auf Straßen gefallen waren. Ein besonders schwerer Einsatz ereignete sich auf dem Campingplatz in Schlitz, wo ein großer Baum auf einen Camper stürzte. Die Feuerwehr konnte die betroffene Familie aus dem Fahrzeug retten und brachte sie anschließend in einem Hotel unter.
Am Abend hatte im Schlitzerland zunächst heftiger Regen eingesetzt, begleitet von starkem Wind. Die Zahl der Einsätze nahm daraufhin deutlich zu, sodass die Feuerwehren der Stadt Schlitz das sogenannte Unwettermodul starteten. „Wir haben hier das Gerätehaus in Schlitz besetzt, haben aber auch zeitgleich sämtliche Gerätehäuser im ganzen Schlitzerland besetzt“, berichtet Andreas Leinweber, stellvertretender Stadtbrandinspektor der Stadt Schlitz. Insgesamt waren nach seinen Angaben 175 Einsatzkräfte im Einsatz.
Neben den Sturmschäden und beschädigten Dächern mussten die Einsatzkräfte zahlreiche auf Straßen gefallene Ziegel beseitigen. Auch die Drehleiter kam zum Einsatz. Mit ihr konnten die Feuerwehrleute beschädigte Dächer aus sicherer Entfernung kontrollieren und bei Bedarf unmittelbar Sicherungsmaßnahmen vornehmen.
Erhebliche Schäden gab es auch im Schlitzer Ortsteil Uetzhausen. Dort stürzte eine Scheune ein, auf deren Dach sich eine Photovoltaikanlage befand. Die Feuerwehr führte zunächst Sicherungs- und Erstmaßnahmen durch. Für die weitere Absicherung wurde zudem eine Brandwache eingerichtet. Sie soll verhindern, dass es durch Sonneneinstrahlung zu einem Brand an der beschädigten Photovoltaikanlage kommt.
Verletzt wurde nach Angaben der Feuerwehr glücklicherweise niemand. „Da haben wir wirklich Glück gehabt“, sagte Leinweber. Das tatsächliche Ausmaß der Schäden dürfte allerdings erst bei Tageslicht vollständig sichtbar werden. Die Einsatzkräfte überprüften am Abend weiterhin die Wetterlage für das Schlitzerland. Nach den vorliegenden Wetterdaten wurde für die Nacht zunächst keine weitere relevante Unwetterentwicklung erwartet.
Die Feuerwehr konnte ihre Einsatzbereitschaft deshalb nach und nach wieder herstellen. Wie groß das tatsächliche Schadensausmaß im Schlitzerland ist, sollte sich im Laufe des nächsten Morgens zeigen.
Auch in Lauterbach und Umgebung waren die Feuerwehren stark gefordert. Dort mussten die Einsatzkräfte insgesamt 19 Einsätze bewältigen. Hauptsächlich ging es darum, Straßen von umgeknickten Bäumen und Ästen zu befreien. Auch Hessen Mobil war im Dauereinsatz, um Verkehrswege von Ästen und Bäumen zu räumen. +++
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