Startschuss für die Zukunft: Erfolgreicher Auftakt zur KEK-Erarbeitung in der Marktgemeinde Eiterfeld

Mit einem klaren Signal für Transparenz, Bürgernähe und gemeinschaftliche Zukunftsgestaltung ist die Marktgemeinde Eiterfeld am 30. April offiziell in die Erarbeitung ihres neuen Kommunalen Entwicklungskonzepts (KEK) gestartet. Im gut besuchten Bürgerhaus kamen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus allen zwanzig Ortsteilen zusammen, um sich über den Prozess zu informieren und erste eigene Ideen einzubringen.

Schon zu Beginn machte Bürgermeisterin Dana Hauke deutlich, welchen Stellenwert die aktive Mitwirkung der Bevölkerung für die weitere Entwicklung der Marktgemeinde einnimmt. Zukunft könne nur gemeinsam gestaltet werden – generationenübergreifend und mit einem offenen Blick auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort. Gemeinsam mit dem Planungsbüro Stadt + Handel sei deshalb bewusst eine Vielzahl unterschiedlicher Beteiligungsformate entwickelt worden, um möglichst viele Einwohnerinnen und Einwohner in den Prozess einzubinden.

Fachliche Unterstützung erhielt der Auftaktabend durch Florian Hütsch vom Landkreis Fulda. Er erläuterte die Rahmenbedingungen und Förderrichtlinien der hessischen Dorfentwicklung und zeigte auf, welche Chancen sich für die Marktgemeinde durch das KEK eröffnen. Das Konzept gilt als grundlegende Voraussetzung für eine Bewerbung als Förderschwerpunkt im hessischen Dorfentwicklungsprogramm. Sollte die Anerkennung durch das Land Hessen erfolgen, könnten die zuvor gemeinsam erarbeiteten Maßnahmen künftig mit Fördermitteln umgesetzt werden.

Dass die Gemeinde bei der Erarbeitung nicht bei null beginnt, stellte das Planungsbüro Stadt + Handel heraus. Vielmehr baue der aktuelle Prozess auf bereits vorhandenen Erkenntnissen und Erfahrungen auf. Dazu zählen insbesondere die Ergebnisse aus dem früheren IKEK-Verfahren sowie die Auswertungen des „Delfio Meinungsmonitors“ aus dem Jahr 2024. Diese würden nun mit aktuellen Entwicklungen und Trends im Bereich der ländlichen Entwicklung zusammengeführt.

Im Mittelpunkt der kommenden Monate steht eine umfassende Bestandsanalyse der Marktgemeinde. Dabei sollen sämtliche Bereiche genauer betrachtet werden – angefangen bei der demografischen Entwicklung über Fragen der Innenentwicklung und Infrastruktur bis hin zur Sicherung der Daseinsvorsorge. Gleichzeitig geht es darum, den dörflichen Charakter der Ortskerne zu bewahren und das kulturgeschichtliche Erbe nachhaltig weiterzuentwickeln.

Besonders lebendig wurde der Abend an den interaktiven Dialogstationen, an denen die Besucherinnen und Besucher ihre Wünsche, Ideen und Anregungen unmittelbar in den laufenden Prozess einbringen konnten. Die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft fielen dabei konkret und praxisnah aus. Genannt wurden unter anderem der Wunsch nach einem Versorgungsautomaten – beispielsweise im Ortsteil Soisdorf – sowie zusätzliche Treffpunkte für Jugendliche.

Großen Zuspruch erhielt außerdem die Idee, die Freizeitanlage Am Hain weiter aufzuwerten. Mehrfach wurde dabei der Wunsch nach einer Minigolfanlage geäußert. Ebenso rückten öffentliche Treffpunkte und Dorfgemeinschaftshäuser stärker in den Fokus. Viele Bürgerinnen und Bürger sehen hierin wichtige Orte für das gesellschaftliche Miteinander in den Ortsteilen.

Bürgermeisterin Dana Hauke zog zum Abschluss des Auftaktabends ein positives Fazit. Die Mitwirkung der Bevölkerung sei ein entscheidender Bestandteil des gesamten Verfahrens und zugleich Grundlage für zukünftiges kommunales Engagement. Ziel sei es, eine Dorfentwicklung zu gestalten, die sich konsequent an den Bedürfnissen der Menschen orientiert und die Marktgemeinde langfristig attraktiv halte. Deshalb wolle man im weiteren Verlauf bewusst möglichst viele Einwohnerinnen und Einwohner erreichen und unterschiedliche Veranstaltungsformate anbieten.

Damit Interessierte jederzeit über laufende und kommende Beteiligungsangebote informiert bleiben, wurde ein QR-Code eingerichtet, der direkt zu aktuellen Informationen und Mitwirkungsmöglichkeiten führt. Einen besonderen Schwerpunkt will die Marktgemeinde zudem auf die jüngeren Generationen legen. Das Büro Stadt + Handel bereitet derzeit eine umfassende Kinder- und Jugendbeteiligung vor. Geplant ist unter anderem, Meinungen und Bedürfnisse direkt an den Schulen abzufragen. +++


Popup-Fenster

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*