
Ein plötzlicher Hagelschauer hat am Freitagvormittag auf der Autobahn 66 zwischen den Anschlussstellen Schlüchtern-Nord und Schlüchtern-Süd in Fahrtrichtung Hanau zu einer schweren Unfallserie mit insgesamt acht beteiligten Fahrzeugen geführt. Sechs Pkw und zwei Lastwagen waren nach bisherigen Erkenntnissen in die Karambolage verwickelt. Die Wucht des Geschehens zeigte sich über die gesamte Fahrbahn hinweg: Ein Auto durchbrach die Leitplanke und kam erst an einer Böschung zum Stillstand, ein Sattelzug drehte sich auf der Fahrbahn, sodass die Zugmaschine schließlich entgegen der Fahrtrichtung stand.
Binnen kurzer Zeit verwandelte sich der Abschnitt am Distelrasen in ein Bild aus Blaulicht, blockierten Fahrstreifen und beschädigten Fahrzeugen. Zehn Rettungswagen rückten aus dem Main-Kinzig-Kreis, dem Kreis Fulda und dem Vogelsbergkreis an, um die Verletzten zu versorgen. Der Rettungsdienst sichtete vor Ort zwölf Patienten, die anschließend auf umliegende Krankenhäuser verteilt wurden.
Auch die Feuerwehr war mit einem größeren Aufgebot im Einsatz. Eigentlich waren die Kräfte gerade auf dem Weg zu einer gemeldeten Ölspur zwischen Schlüchtern und Flieden, als die Alarmierung zu dem Unfall einging. Sie rückten daraufhin mit sieben Fahrzeugen und 27 Einsatzkräften zur Autobahn aus. Neben Feuerwehr und Rettungsdienst war auch die Polizei an der Unfallstelle im Einsatz.
Wie Feuerwehr-Einsatzleiter Dominique Huhn von der Feuerwehr Schlüchtern schilderte, habe es im Stadtgebiet zunächst lediglich leicht geregnet. Oben am Distelrasen sei der Niederschlag jedoch in Graupel übergegangen. Bereits beim Aussteigen hätten die Einsatzkräfte bemerkt, wie glatt die Fahrbahn geworden war. Die Wetterlage dürfte damit eine entscheidende Rolle bei dem Unfallgeschehen gespielt haben. +++ red.
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