Rothemann: Vereinsgemeinschaft zieht positive Bilanz – Auszeichnung, Fördergelder und neue Projekte

Der Vorstand des Vereins. Foto: privat

Die Vereinsgemeinschaft Rothemann blickt auf ein Jahr zurück, das von Wachstum, Auszeichnungen und einer bemerkenswerten Bandbreite an Aktivitäten geprägt war. Bei der 16. Mitgliederversammlung im Bürgerzentrum wurde deutlich, wie stark das ehrenamtliche Engagement inzwischen das gesellschaftliche Leben im Ort bestimmt. Vorsitzender Oskar Kanne begrüßte zahlreiche Mitglieder sowie Vertreter der angeschlossenen Vereine und erinnerte zu Beginn der Versammlung an die verstorbenen Mitglieder Bernd Hartung und den Ehrenvorsitzenden Willy Völlinger. Beide hätten die Vereinsgemeinschaft über viele Jahre hinweg entscheidend geprägt.

Der Rückblick auf das Vereinsjahr zeigte, wie breit die Gemeinschaft inzwischen aufgestellt ist. Veranstaltungen wie die zehnte Kinderfaschingsparty, der Biergarten der Vereinsgemeinschaft, die erstmals organisierte Reihe „Wochenteiler“ an der BürgerWERKstätte, die Einweihung der sanierten „Alten Schule“, die Halloween-Aktion für Kinder und der Weihnachtsmarkt bestimmten das Jubiläumsjahr, in dem die Vereinsgemeinschaft zugleich ihr 15-jähriges Bestehen feierte. Besonders hervorgehoben wurde die Auszeichnung beim Landespreis „Aktion Generation – lokale Familien stärken“. Das Projekt „BürgerWERKstätte Rothemann – Engagement neu gedacht“ erreichte dort den zweiten Platz und erhielt ein Preisgeld von 12.500 Euro.

Schriftführer Klaus Mölter berichtete von einer Vielzahl erfolgreich eingeworbener Fördermittel, Investitionen und Spenden. Rund 30.000 Euro kamen demnach über Förderprogramme und Preisgelder zusammen. Mehr als 19.000 Euro flossen in die BürgerWERKstätte sowie in die „Bibliothek der Dinge“, die mittlerweile nicht nur von den örtlichen Vereinen, sondern auch von vielen Bürgerinnen und Bürgern genutzt wird. Darüber hinaus unterstützte die Vereinsgemeinschaft Vereine, Projekte und die Ortskirche mit rund 6.400 Euro. Seit der Gründung im Jahr 2010 summieren sich die Spenden für gemeinnützige Zwecke damit auf insgesamt 47.366 Euro. Mölter verwies zudem auf laufende Spendenaktionen der VR-Bank Fulda und des Netto-Markendiscounts sowie auf den neu gestalteten Internetauftritt der Vereinsgemeinschaft, der im Rahmen des Landesprogramms „Hessen vernetzt“ umgesetzt wurde.

Auch finanziell steht die Vereinsgemeinschaft weiterhin solide da. Kassenwart Johannes Völlinger legte einen stabilen Kassenbericht vor. Die Kassenprüfer Philipp Kirsch und Carolin Baumann bestätigten eine ordnungsgemäße Führung der Finanzen, woraufhin der Vorstand einstimmig entlastet wurde. Bei den turnusgemäßen Wahlen wurden Oskar Kanne als Vorsitzender und Klaus Mölter als Schriftführer jeweils ohne Gegenstimme in ihren Ämtern bestätigt.

Für die kommenden Monate kündigte der Vorstand weitere Anschaffungen für die „Bibliothek der Dinge“, organisatorische Weiterentwicklungen der BürgerWERKstätte und neue Veranstaltungen an. Gleichzeitig appellierte die Vereinsgemeinschaft an die Bürgerinnen und Bürger, sich weiterhin mit Ideen und ehrenamtlichem Einsatz einzubringen, um das Gemeinschaftsleben im Ort lebendig zu halten und neue Zugänge zum Vereinsleben zu schaffen. Mit einem Dank an alle Mitglieder und Vereinsvertreter für die enge Zusammenarbeit schloss Oskar Kanne die Versammlung. Der Abend klang anschließend bei Getränken und Gesprächen in geselliger Runde aus.

Zusätzlichen Rückenwind erhält die Vereinsgemeinschaft nun durch eine weitere Förderung des Landes Hessen. Die Organisation erhält 1.000 Euro aus Lottomitteln des Landes zur Ausstattung des sanierten Vereinshauses „Alte Schule“. Unterstützt wird damit ein Projekt, das in Rothemann als generationenübergreifender Treffpunkt für Begegnung, Ehrenamt und gemeinschaftliche Aktivitäten gedacht ist.

In einer Mitteilung des Landes würdigte Hessens Finanzminister Professor Dr. R. Alexander Lorz das Engagement der Vereinsgemeinschaft ausdrücklich. Rothemann sei ein Beispiel dafür, was möglich werde, wenn Menschen Verantwortung für ihre Heimat übernehmen. Mit der BürgerWERKstätte habe die Gemeinschaft bereits einen Ort geschaffen, der den Zusammenhalt im ländlichen Raum stärke und Beteiligung ermögliche. Die Auszeichnung durch das Land im Rahmen der Initiative „Aktion Generation – lokale Familien stärken“ sei deshalb folgerichtig gewesen. Nun solle auch die frisch sanierte „Alte Schule“ weiter ausgestattet werden. Das Lottogeld werde unter anderem für die Einrichtung der Teeküche mit Geschirr verwendet.

Nach der aufwendigen Sanierung ist das denkmalgeschützte Gebäude künftig Heimat mehrerer Vereine und soll dauerhaft ein Treffpunkt für Menschen verschiedener Generationen bleiben. In Rothemann wächst damit ein Projekt weiter, das längst über klassische Vereinsarbeit hinausgeht und sich zunehmend als sozialer Mittelpunkt des Ortes etabliert. +++


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