ifo-Beschäftigungsbarometer steigt leicht – Unternehmen bleiben beim Personal vorsichtig

Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt bleibt angespannt, auch wenn sich der Stellenabbau in vielen Unternehmen zuletzt etwas verlangsamt hat. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg im Mai auf 93,9 Punkte, nachdem es im April noch bei 91,4 Punkten gelegen hatte. Trotz der leichten Erholung überwiegt in der Wirtschaft weiterhin die Zurückhaltung.

„Insgesamt wollen aber immer noch mehr Unternehmen Stellen abbauen als aufbauen“, erklärte Timo Wollmershäuser. Wegen der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung hielten sich viele Firmen bei ihren Personalplanungen weiter zurück.

Besonders schwierig bleibt die Situation in der Industrie. Zwar legte das Barometer dort leicht zu, dennoch bauen die Unternehmen per saldo weiterhin Arbeitsplätze ab. Auch im Groß- und Einzelhandel setzt sich dieser Trend fort.

Im Dienstleistungssektor zeigte sich dagegen eine gewisse Erholung. Nachdem das Beschäftigungsbarometer im Vormonat deutlich eingebrochen war, stieg es im Mai wieder an. Dennoch bleibt die Lage in einzelnen Branchen angespannt. Vor allem in der Logistik und im Tourismus sehen viele Unternehmen weiterhin wenig Spielraum für Neueinstellungen.

In der Bauwirtschaft hat sich die Situation dagegen kaum verändert. Seit Monaten planen die Unternehmen dort mit einem weitgehend konstanten Personalbestand. Große Impulse für zusätzliche Einstellungen bleiben auch in der Branche bislang aus. +++


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