Für die Patientinnen und Patienten soll sich möglichst wenig ändern, obwohl an der Spitze der chirurgischen Fachabteilung des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda ein bedeutender Wechsel vollzogen wird. Zum 1. Juni 2026 hat Dr. med. Andreas Grimme die Leitung der Allgemein-, Viszeral- und minimalinvasiven Chirurgie übernommen. Er folgt auf Dr. med. Christian Berkhoff, der die Klinik seit dem Jahr 2010 als Chefarzt geprägt hat. Der Übergang erfolgt ohne Bruch, denn beide Mediziner haben viele Jahre eng zusammengearbeitet. Berkhoff bleibt dem Krankenhaus darüber hinaus erhalten und wird auch künftig als Leiter des Hernienzentrums sowohl operativ als auch organisatorisch tätig sein.
Mit der Entscheidung für Grimme setzt das Krankenhaus auf eine interne Nachfolgeregelung. Für die Verantwortlichen steht dabei vor allem die Kontinuität im Vordergrund. Die chirurgische Fachabteilung gehört seit Jahren zu den zentralen medizinischen Bereichen des Hauses und genießt aufgrund ihrer fachlichen Ausrichtung einen guten Ruf in der Region sowie darüber hinaus.
Christian Berkhoff stammt aus Frankfurt am Main und studierte Medizin an der Johann Wolfgang-Goethe-Universität. Nach mehreren Jahren als Oberarzt am Klinikum Fulda übernahm er die Leitung der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Herz-Jesu-Krankenhaus. Während seiner Amtszeit wurde das Leistungsspektrum der Abteilung kontinuierlich ausgebaut. Unter seiner Führung entstanden unter anderem ein zertifiziertes Hernienzentrum sowie das Refluxzentrum Fulda. Gleichzeitig wurde die minimalinvasive Chirurgie konsequent weiterentwickelt.
Zu seinen fachlichen Schwerpunkten zählen operative Eingriffe bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Gallenblase, der Leber und der Schilddrüse. Darüber hinaus umfasst sein Tätigkeitsfeld das gesamte Spektrum der Hernienchirurgie. Wo immer es medizinisch möglich ist, setzt Berkhoff auf minimalinvasive Verfahren, die für viele Patientinnen und Patienten mit einer schnelleren Erholung verbunden sind.
Geschäftsführer Michael Sammet sieht in der Nachfolgeregelung ein wichtiges Signal. Mit Andreas Grimme habe man die Position des Chefarztes aus den eigenen Reihen besetzen können. Das stehe für Beständigkeit und Qualität. Grimme sei ein äußerst erfahrener Chirurg, der das Krankenhaus seit vielen Jahren kenne und sowohl fachlich als auch menschlich eine Bereicherung darstelle. Sammet zeigt sich überzeugt, dass er die Entwicklung der Fachabteilung und das Ansehen des Krankenhauses erfolgreich fortführen werde.
Für Grimme bedeutet die neue Aufgabe zugleich den nächsten Schritt einer langen beruflichen Laufbahn in Fulda. Nach seinem Medizinstudium und seiner Promotion an der Friedrich-Schiller-Universität Jena begann er seine medizinische Tätigkeit in der Region. Seine Facharztausbildung absolvierte er in Fulda, später war er über viele Jahre als Oberarzt am Klinikum Fulda tätig und spezialisierte sich auf die Viszeralchirurgie.
Seit dem Jahr 2012 gehört Grimme zum Herz-Jesu-Krankenhaus. Als Facharzt für Chirurgie, spezielle Viszeralchirurgie und minimalinvasive Chirurgie verfügt er über ein breites Behandlungsspektrum. Hinzu kommen Qualifikationen als Ernährungsmediziner und Proktologe. Inhaltlich setzt er Schwerpunkte, die eng an die bisherige Ausrichtung der Abteilung anknüpfen. Dazu zählen die Allgemein- und Viszeralchirurgie ebenso wie moderne minimalinvasive Operationsverfahren, die Schilddrüsenchirurgie und die Behandlung der Refluxkrankheit.
Grimme selbst beschreibt die Betreuung der Patientinnen und Patienten als zentralen Bestandteil seiner Arbeit. Sein Anspruch sei es, Menschen vor, während und nach einer Operation gut mitzunehmen und ihnen jederzeit das Gefühl zu geben, gut aufgehoben zu sein. Er übernehme eine hervorragend aufgestellte Abteilung mit einem starken und vertrauten Team und wolle den eingeschlagenen Weg gemeinsam fortsetzen.
Sein Engagement endet nicht an den Grenzen des Klinikalltags. Seit Jahren beteiligt sich Grimme ehrenamtlich an humanitären Auslandseinsätzen in Afrika und auf den Philippinen. Gemeinsam mit internationalen Hilfsorganisationen unterstützt er dort Menschen, die keinen Zugang zu dringend benötigten Operationen oder medizinischer Versorgung haben.
Auch Berkhoff blickt mit großer Verbundenheit auf seine Zeit am Herz-Jesu-Krankenhaus zurück. Für ihn sei es stets wichtig gewesen, medizinische Qualität mit Fürsorge und Menschlichkeit zu verbinden. Dass nun mit Andreas Grimme ein langjähriger Kollege die Leitung übernimmt, der dieselben Werte vertrete und mit dem er viele Jahre erfolgreich zusammengearbeitet habe, sehe er mit großer Freude.
An der grundsätzlichen Ausrichtung der Fachabteilung wird sich durch den Führungswechsel nichts ändern. Gemeinsam mit dem ärztlichen Team, der Pflege und den weiteren Mitarbeitenden bleibt die Allgemein-, Viszeral- und minimalinvasive Chirurgie breit aufgestellt. Zum Leistungsspektrum gehören weiterhin operative Eingriffe bei Erkrankungen des Bauchraums, der Bauchdecke und hormonproduzierender Organe, insbesondere der Schilddrüse. Behandelt werden zudem Krebserkrankungen des Magens, des Darms und des Enddarms, Reflux-Erkrankungen, Gallensteine, Hernien, Schilddrüsenerkrankungen sowie proktologische Beschwerden. Die chirurgische Versorgung ist im Notfall rund um die Uhr über die Notaufnahme gewährleistet.
Damit vollzieht sich am Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda ein Wechsel, der zwar personell bedeutsam ist, für die Patientinnen und Patienten jedoch vor allem eines bedeuten soll: Verlässlichkeit. Die medizinische Qualität, die etablierten Behandlungsmethoden und die Ausrichtung der Fachabteilung bleiben erhalten. Mit Andreas Grimme übernimmt ein Mediziner die Verantwortung, der die Klinik seit Jahren kennt und ihre Entwicklung bereits lange mitgestaltet hat. Für das Krankenhaus ist dies weniger ein Neuanfang als die Fortsetzung eines eingeschlagenen Weges. +++
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