Am Dienstag, 11. August 2026, begann für 150 Schülerinnen und Schüler an der Konrad-Adenauer-Schule ein neuer Abschnitt ihrer Schulzeit. Für die neuen Fünftklässler war es ein Tag zwischen Abschied von der vertrauten Grundschule und dem neugierigen Blick auf eine neue Schule, neue Lehrerinnen und Lehrer, neue Mitschüler und vieles, was zunächst noch unbekannt ist. Begleitet von Eltern, Geschwistern und weiteren Verwandten wurden die Jungen und Mädchen feierlich in die Schulgemeinde aufgenommen.
Den Auftakt bildete ein ökumenischer Einschulungsgottesdienst in der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde. Pfarrer Marvin Lange und Stefan Schönberner gestalteten die Feier, die von Musik, Gebet und dem Segen für jedes einzelne Kind geprägt war. Dabei rückten sie die Bedeutung des Wortes „Segen“ in den Mittelpunkt. Es bedeute „Gutes sagen“, erklärten sie. Gott sage damit allen Menschen, dass sie gut seien. „Du bist gut“, lautete die Botschaft an die neuen Schülerinnen und Schüler. Pfarrer Lange gab ihnen zudem einen Satz mit auf den Weg, der über den Gottesdienst hinausreichen dürfte: „Seid mutig und stark und ihr seid gesegnet.“
Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Musiklehrer Müller. Nach der Feier in der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde ging es für die neuen Schülerinnen und Schüler und ihre Familien weiter zur Konrad-Adenauer-Schule. Dort erwartete sie in der festlich geschmückten Sporthalle ein abwechslungsreiches Programm, das von der Schulgemeinschaft gestaltet worden war.
Für den musikalischen Auftakt sorgte der Schulchor mit den Liedern „Bella Ciao“ und „Mama Mia“. Die Musik gab dem Vormittag einen leichten und zugleich festlichen Charakter, bevor Schulleiterin Anke Schüler die neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler offiziell begrüßte. Für sie beginnt damit nicht nur ein neues Schuljahr, sondern ein völlig neuer Schulalltag.
Schüler verwies in ihrer Ansprache zunächst auf eine Zahl, die den Wandel innerhalb der Schule deutlich macht. 120 Schülerinnen und Schüler haben die Konrad-Adenauer-Schule im Sommer verlassen, nun werden 150 neue Schülerinnen und Schüler aufgenommen. Die Schulgemeinde wächst damit um eine große Zahl junger Menschen, die ihre eigene Geschichte und ihre Erfahrungen aus der Grundschule mitbringen.
Für viele der neuen Fünftklässler dürfte der Blick auf die neue Schule zunächst vor allem mit der Größe und den vielen unbekannten Gesichtern verbunden sein. 60 Lehrerinnen und Lehrer, drei Schulhöfe und insgesamt 820 Mitschülerinnen und Mitschüler gehören zur Konrad-Adenauer-Schule. Was für die bisherigen Grundschülerinnen und Grundschüler zunächst gewaltig wirken kann, soll zugleich Teil eines vielfältigen Schullebens werden.
Schüler gab den Kindern deshalb einen Einblick in das, was sie an der KAS erwartet. Schüleraustausch, Chor, Vorlesewettbewerbe, Cafeteria und zahlreiche Arbeitsgemeinschaften gehören ebenso zum Schulalltag wie der Unterricht. Die Schulleiterin machte deutlich, dass Schule dabei mehr sein soll als die reine Vermittlung von Wissen. Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wolle die Konrad-Adenauer-Schule Vielfalt und Miteinander aktiv leben. Eine klare Botschaft richtete sie dabei an die neuen Schülerinnen und Schüler: „Angst hat in der Schule keinen Platz.“
Eine besondere Tradition der Konrad-Adenauer-Schule stellte Schüler ebenfalls vor. Die neuen Fünftklässler schreiben sich selbst einen Brief. Dieser wird nicht am nächsten Tag und auch nicht am Ende des Schuljahres gelesen, sondern erst sechs Jahre später beim Abschlussball. Was die Kinder heute über ihre Erwartungen, Wünsche und vielleicht auch ihre Unsicherheiten schreiben, wird ihnen dann wieder begegnen. „Immer ein emotionaler Moment“, sagte die Schulleiterin über diese Tradition.
Auch die Eltern bezog Schüler ausdrücklich in ihre Ansprache ein. Sie appellierte an sie, Interesse an der Welt ihrer Kinder und am Schulleben zu zeigen und sich, wenn möglich, in die Schulgemeinschaft einzubringen. Zugleich sprach sie den Umgang miteinander an und richtete den Blick auch auf eine Frage, die längst zum Alltag von Kindern und Jugendlichen gehört: den Umgang mit dem Handy. Welche Regeln gelten, wie begegnet man einander und welche Verantwortung trägt jeder Einzelne für das gemeinsame Miteinander – auch diese Themen sollen die Schülerinnen und Schüler während ihrer Zeit an der KAS begleiten.
Nach der Ansprache wurde es wieder musikalisch. Band und Chor der Konrad-Adenauer-Schule traten auf und präsentierten unter anderem die Hymne der KAS: „An der KAS macht lernen Spaß.“ Für die neuen Schülerinnen und Schüler war es ein weiterer Eindruck davon, dass die Schule nicht nur aus Unterrichtsstunden und Stundenplänen besteht, sondern von denjenigen lebt, die sie gemeinsam gestalten.
Anschließend begrüßten Elternbeiratsvorsitzender Vierheilig und Schulsprecher Roberto-Ciprian Enache die Neuankömmlinge. Beide hießen die neuen Mitglieder der Schulgemeinschaft herzlich willkommen und machten damit deutlich, dass die Aufnahme an der KAS nicht nur ein organisatorischer Vorgang ist. Mit dem ersten Schultag werden die 150 Jungen und Mädchen Teil einer Gemeinschaft, die von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Eltern und weiteren Beteiligten getragen wird.
Auch die sechsten Klassen hatten für die neuen Mitschülerinnen und Mitschüler Beiträge vorbereitet. Auf humorvolle Weise stellten sie neue Fächer und Arbeitsgemeinschaften vor und vermittelten damit einen ersten Vorgeschmack auf das, was die Fünftklässler in den kommenden Jahren erwartet. Bodypercussion und der Schulstartsong gehörten ebenfalls zum Programm. Die Beiträge entstanden unter der Leitung der jeweiligen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer und sorgten dafür, dass die neuen Schülerinnen und Schüler nicht nur zuhören, sondern auch etwas von der Kreativität und dem Gemeinschaftsgefühl ihrer neuen Schule erleben konnten.
Am Ende des festlichen Vormittags wurde es für die 150 Fünftklässler schließlich konkret. Gemeinsam mit ihren neuen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern Frau Will, Frau Süssemilch, Frau Sänger, Frau Petter und Herrn Sänger machten sie sich auf den Weg in ihre neuen Klassenräume. Damit begann der Teil des Tages, der nach Musik, Gottesdienst und Begrüßungsreden besonders wichtig ist: das erste Kennenlernen der neuen Klasse, der neue Raum und der Alltag an der Konrad-Adenauer-Schule.
Die Einschulung verband damit mehrere Momente miteinander: den Segen im Gottesdienst, die Begrüßung durch die Schulleitung und die Schulgemeinschaft, Musik und kreative Beiträge, aber auch den ersten Schritt in eine neue Schulwirklichkeit. Für die 150 neuen Fünftklässler beginnt nun eine sechsjährige gemeinsame Zeit, an deren Ende vielleicht jener Brief wieder in die Hände fällt, den sie am Tag ihrer Einschulung an ihr zukünftiges Ich geschrieben haben.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Müller, Herrn Happ und Frau Hau, die an der Gestaltung und Vorbereitung der abwechslungsreichen und feierlichen Aufnahme der neuen Schülerinnen und Schüler beteiligt waren. +++
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