Zwei schwere Verkehrsunfälle haben am Freitag in Hessen jeweils ein Menschenleben gefordert. In Limeshain im Wetteraukreis starb ein zwölfjähriger E-Scooter-Fahrer nach einem Zusammenstoß mit einem Auto. Bei Mossautal im Odenwaldkreis kam ein 26-jähriger Motorradfahrer bei einem Unfall auf einer Kreisstraße ums Leben. In beiden Fällen sind die genauen Umstände noch nicht abschließend geklärt.
In Limeshain ereignete sich der Unfall am Freitagabend gegen 21.20 Uhr auf der Landesstraße 3191 zwischen Rommelhausen und Himbach. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war ein 38-jähriger Audi-Fahrer auf der L3191 von Langenberghain kommend in Richtung Hainchen unterwegs. Im Bereich der Kreuzung mit der L3189 kam es zum Zusammenstoß mit dem zwölfjährigen Jungen, der mutmaßlich die Straße queren wollte.
Trotz sofort eingeleiteter medizinischer Hilfe erlag der Junge noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Für die Angehörigen wurde eine Betreuung durch Notfallseelsorger organisiert. Die Staatsanwaltschaft zog zur Rekonstruktion des Unfallgeschehens einen Gutachter hinzu. Die Unfallstelle blieb nach Angaben der Polizei bis in die frühen Morgenstunden des Samstags gesperrt.
Wie es genau zu dem Zusammenstoß kam, ist derzeit noch offen. Insbesondere der genaue Unfallhergang und die Ampelschaltung zum Zeitpunkt des Unfalls müssen noch geklärt werden. Die Polizei bittet deshalb mögliche Zeugen, sich bei der Polizeistation Büdingen unter der Telefonnummer 06042/96480 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
Auch im Odenwaldkreis kam es am Freitag zu einem tödlichen Verkehrsunfall. Auf der Kreisstraße 47 bei Mossautal starb ein 26-jähriger Motorradfahrer aus Frankenthal. Nach Angaben der Polizeistation Erbach war der Mann gemeinsam mit seiner Ehefrau auf dem Motorrad unterwegs. Das Ehepaar befuhr die Strecke von Olfen in Richtung Güttersbach.
In einer Linkskurve kam der 26-Jährige aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen erlag er noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Seine Ehefrau wurde bei dem Unfall schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht.
An dem Motorrad entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Das Fahrzeug wurde abgeschleppt. Die Unfallstelle war für etwa zwei Stunden vollständig gesperrt.
An den Rettungsmaßnahmen waren zwei Streifen der Polizeistation Erbach, vier Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, vier Ersthelfer, zwei Rettungswagen und zwei Notarztwagen des DRK Odenwaldkreis sowie ein Rettungshubschrauber beteiligt.
Die beiden Unfälle ereigneten sich unabhängig voneinander und haben unterschiedliche Ursachen und Unfallbilder. Gemeinsam ist ihnen, dass die Ermittlungen zum genauen Hergang noch nicht abgeschlossen sind. In Limeshain steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie es zum Zusammenstoß an der Kreuzung kommen konnte und welche Ampelphase zum Unfallzeitpunkt galt. Bei Mossautal müssen die Ermittler klären, warum der Motorradfahrer in der Linkskurve von der Fahrbahn abkam. +++
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