
Seit der Kommunalwahl am 15. März 2026 sind fünf Monate vergangen. In den Städten, Gemeinden und im Landkreis haben sich die kommunalen Vertretungsorgane längst konstituiert und ihre Arbeit aufgenommen. Anders verhält es sich bei den Zweckverbänden, heißt es in einer Mitteilung. Nach den Vorgaben des Gesetzes über die Kommunale Gemeinschaftsarbeit (KGG) läuft deren Wahlperiode über den Wahltag hinaus, bis die neue Verbandsversammlung zu ihrer ersten Sitzung zusammengetreten ist. Das gilt auch für den Zweckverband Abfallwirtschaft Vogelsbergkreis (ZAV). Dort wird die erste Sitzung der neuen Verbandsversammlung am 27. August 2026 in Lauterbach stattfinden. Damit endet die Wahlperiode 2021 bis 2026.
Zu einer letzten Sitzung und einem Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre haben sich die Mitglieder der CDU/FDP und Unabhängige Fraktion im Gasthaus „Zum Stern“ in Kirtorf-Ober-Gleen getroffen. Fraktionsvorsitzender Dr. Hans Heuser ließ in einem ausführlichen Rückblick die zahlreichen Ereignisse und Entscheidungen der vergangenen Wahlperiode noch einmal Revue passieren. Nach seinen Worten legte der Verbandsvorstand in jedem Jahr einen Wirtschaftsplan vor, über den anschließend die Verbandsversammlung entschied. Ebenso wurden die von Wirtschaftsprüfern testierten Jahresabschlüsse jährlich beraten und beschlossen.
Besonders hob Heuser die finanzielle Entwicklung des Zweckverbands hervor. In den vergangenen fünf Jahren sei es gelungen, aus früheren Defiziten wieder langsam wachsende Überschüsse zu erzielen. Das Jahr 2025 habe dabei besonders gut abgeschlossen werden können. Insgesamt sei der Verband in den vergangenen fünf Jahren gut geführt worden, lautete das Fazit des Fraktionsvorsitzenden.
Ein Dauerthema während der Wahlperiode war der Betrieb der 21 Grünabfallsammelstellen im Vogelsbergkreis. Dabei habe sich einmal mehr gezeigt, dass sich nicht jede Erwartung erfüllen lasse. Ob für die Anlieferung von Kleinmengen Gebühren erhoben wurden oder nicht, der Umgang mit Grünabfällen führte immer wieder zu Beschwerden aus der Bevölkerung und zu Diskussionen in den Gremien des ZAV. In den vergangenen zwölf bis 15 Monaten habe sich die Situation allerdings merklich beruhigt.
Verbandsvorsteher Dieter Boss verwies zugleich auf zwei herausragende Entwicklungen im Bau- und Verwaltungsbereich. Besonders erfreulich sei die Inbetriebnahme der neuen, zweiten Waage am Entsorgungszentrum Bastwald im Jahr 2025 gewesen. Gleichzeitig wurde dort der Bereich von Einfahrt und Ausfahrt vollständig umgebaut und verbreitert. Für die zahlreichen täglichen Anlieferer bedeute dies ebenso wie für das dort beschäftigte Personal eine spürbare Vereinfachung und Entlastung. Zugleich würden unnötige Aufregungen im täglichen Betrieb vermieden.
Auch bei der Verwaltung gab es eine wesentliche Veränderung. Im März 2026 zog die ZAV-Verwaltung aus ihrem bisherigen Domizil im Sparkassengebäude in das große Bürogebäude am Peter-Grünberg-Platz am Ortsausgang in Richtung Angersbach um. In den modern eingerichteten neuen Büroräumen stehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach Angaben des Verbands sehr gute Arbeitsbedingungen zur Verfügung.
Zum Abschluss des Treffens dankte Dieter Boss den Mitgliedern der Fraktion für die durchgehend vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Verbandsversammlung und im Verbandsvorstand. Diese Zusammenarbeit habe es ermöglicht, im Verlauf der vergangenen Wahlperiode wichtige und wegweisende Entscheidungen zu treffen und anschließend umzusetzen. Mit der ersten Sitzung der neuen Verbandsversammlung am 27. August in Lauterbach geht nun auch beim Zweckverband Abfallwirtschaft Vogelsbergkreis die Wahlperiode 2021 bis 2026 offiziell zu Ende. +++

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