Winter, ade – Hutzelfeuer brannte

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Fotos: privat

Am Sonntag versammelten sich rund 500 Besucherinnen und Besucher auf dem Aschenberg, um gemeinsam das traditionelle Hutzelfeuer zu feiern. Bei angenehmem Wetter und frühlingshaften Temperaturen wurde der Abend zu einem besonderen Erlebnis für Menschen jeden Alters.

Pünktlich um 18:15 Uhr wurde das Feuer durch die Kinder entzündet. Das lodernde Hutzelfeuer stand symbolisch für den Abschied vom Winter sowie für Gemeinschaft und Zusammenhalt im Stadtteil. Die Veranstaltung wurde in Kooperation vom SV Aschenberg United, der Mobilen Jugendarbeit Fulda und dem Kinder- und Jugendtreff E20 organisiert. Alle Beteiligten zeigten sich begeistert über den gelungenen Abend.

Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt: Es gab ein vielfältiges Angebot an Speisen und Getränken, sodass für jeden Geschmack etwas dabei war. Die fröhliche Stimmung und das gemeinsame Beisammensein machten das Hutzelfeuer 2025 zu einem vollen Erfolg.

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Aschenbergs freuten sich über die gelungene Veranstaltung und blicken schon jetzt erwartungsvoll auf das nächste Hutzelfeuer im Jahr 2026. Am vergangenen Wochenende brannten in Osthessen wieder viele Hutzelfeuer. +++

INFO
Das Hutzelfeuer ist eine alte Tradition, die vor allem in Osthessen, der Rhön und Teilen Frankens verbreitet ist. Es findet meist am ersten Sonntag nach Aschermittwoch statt, dem sogenannten „Hutzelsonntag“. Der Name leitet sich von den „Hutzeln“ ab – das sind getrocknete Birnen –, die früher ein wichtiger Bestandteil der einfachen ländlichen Ernährung waren. Im übertragenen Sinne steht „Hutzel“ aber auch für etwas Vertrocknetes oder Altes, und genau das wird beim Hutzelfeuer symbolisch verbrannt.

Die Tradition hat ihren Ursprung im Brauch, den Winter und alles Schlechte zu vertreiben und den Frühling zu begrüßen. Beim Hutzelfeuer wird auf einem Hügel oder freien Feld ein großer Holzstoß errichtet, oft aus alten Weihnachtsbäumen, Sträuchern und Holzresten. Manchmal steht auf dem Stapel eine Strohpuppe, die den Winter oder das Böse symbolisiert. Mit dem Entzünden des Feuers soll die kalte, dunkle Jahreszeit endgültig verabschiedet und neues Leben willkommen geheißen werden.

Früher hatten die Hutzelfeuer auch eine soziale Bedeutung: Die Menschen aus den Dörfern und Stadtteilen kamen zusammen, um sich auszutauschen und gemeinsam zu feiern. Diese gemeinschaftliche Atmosphäre hat sich bis heute erhalten. Oft wird das Hutzelfeuer von Vereinen oder der Jugend organisiert, begleitet von Essen, Trinken und fröhlichem Beisammensein.

Zusammengefasst: Das Hutzelfeuer ist ein Brauch, der Winteraustreibung, Neubeginn und Gemeinschaft symbolisiert – und gleichzeitig eine schöne Gelegenheit bietet, sich zu treffen und zu feiern.


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