
Die Landeshauptstadt Wiesbaden will mit einem Handlungsprogramm für ältere Menschen auf den demografischen Wandel reagieren. Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, soll dafür zunächst erfasst werden, welche Angebote bereits bestehen, wo Lücken vorhanden sind und was künftig zusätzlich gebraucht wird. In Wiesbaden liegt der Anteil der 65-Jährigen und Älteren derzeit bei rund 20 Prozent, das sind 60.754 Personen.
Bis 2035 erwartet die Stadt nach eigener Prognose 68.115 Menschen in dieser Altersgruppe, ein Zuwachs von etwa zwölf Prozent. Der Ausschuss für Soziales, Integration, Wohnen, Kinder und Familie hat das Handlungsprogramm am 28. Januar beschlossen. Im Mittelpunkt stehen die Handlungsfelder soziale Teilhabe, Digitalisierung, Prävention und Gesundheit sowie Mobilität und Wohnen im Alter. Nach den Angaben der Stadt sollen auch ältere Wiesbadener und Experten der Altenarbeit in den Prozess einbezogen werden.
Sozialdezernentin Patricia Becher (SPD) erklärte, die Stadt wolle Wiesbaden gemeinsam mit älteren Menschen und allen Akteuren der Altenarbeit so weiterentwickeln, dass diese möglichst lange selbstbestimmt, gesund und aktiv leben könnten. Dafür müsse man genau wissen, welche Angebote bereits gut funktionieren und wo noch Lücken bestehen. Das Handlungsprogramm ist nach den Angaben mehrstufig angelegt: Ein Bericht über ältere Menschen soll bis Mitte 2027 vorliegen, danach sind Bürgerbeteiligung und die weitere Konkretisierung der Handlungsfelder geplant.
Erste Maßnahmen sollen ab 2029 umgesetzt werden. Anknüpfen will die Stadt an bestehende Strukturen wie die Beratungsstellen für selbständiges Leben im Alter und das Netzwerk GereNetz. Durch die Verbindung von Fachwissen, Erfahrungen älterer Menschen und beteiligter Einrichtungen sollen künftige Maßnahmen bedarfsorientiert und praktikabel entwickelt werden. +++

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