Wenn Sodbrennen zur Belastung wird: Refluxzentrum Fulda informiert über moderne Diagnostik und Therapie

Sodbr1

Sodbrennen gehört zu den häufigsten Beschwerden des Verdauungstrakts. Treten die Symptome jedoch regelmäßig auf, kann mehr dahinterstecken als ein gelegentliches Brennen hinter dem Brustbein oder ein Druckgefühl im Oberbauch. Wiederkehrende Beschwerden können auf eine Refluxerkrankung oder einen Zwerchfellbruch hinweisen. Schätzungen zufolge ist im Laufe des Lebens etwa jeder zweite Erwachsene in Deutschland davon betroffen.

Ursache der Beschwerden ist häufig ein gestörter Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen. Normalerweise verhindert ein ventilartig arbeitender Schließmuskel, dass Mageninhalt oder Magensäure in die Speiseröhre zurückfließen. Ist diese natürliche Barriere beispielsweise durch einen Zwerchfellbruch beeinträchtigt, können Säure oder Nahrungsbestandteile aufsteigen und die typischen Refluxbeschwerden verursachen.

Am Beginn der Diagnostik steht eine ausführliche Erhebung der Beschwerden sowie eine Magenspiegelung. Je nach Befund können ergänzende Untersuchungen erforderlich sein. Dazu zählen unter anderem eine pH-Metrie zur Messung der Säurebelastung in der Speiseröhre sowie eine Manometrie, mit der die Druckverhältnisse und die Funktion der Speiseröhre untersucht werden.

In den meisten Fällen lässt sich eine Refluxerkrankung erfolgreich mit Magensäureblockern behandeln. Darüber hinaus können Veränderungen der Lebensgewohnheiten, eine Gewichtsreduktion oder der Verzicht auf bestimmte Nahrungs- und Genussmittel die Beschwerden deutlich lindern.

Reichen konservative Maßnahmen nicht aus oder liegen bestimmte anatomische Veränderungen vor, kann eine Operation sinnvoll sein. Der Eingriff erfolgt in ausgewählten Fällen minimalinvasiv und hat das Ziel, die natürliche Anatomie am Zwerchfell sowie am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen wiederherzustellen.

Im Refluxzentrum Fulda am Herz-Jesu-Krankenhaus arbeiten erfahrene Spezialistinnen und Spezialisten aus den Bereichen Gastroenterologie, Chirurgie und Radiologie eng zusammen, um eine individuell abgestimmte Diagnostik und Behandlung zu ermöglichen.

Über Ursachen, Diagnostik und moderne Therapiemöglichkeiten informiert die Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie im Rahmen eines Arzt-Patientenseminars am Mittwoch, 12. August 2026, um 17 Uhr im Foyer des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda.

Die Expertinnen und Experten erläutern die Anatomie des Übergangs zwischen Speiseröhre und Magen, erklären den Unterschied zwischen einer normalen Funktion und einer Funktionsstörung bei einem Zwerchfellbruch und gehen auf die daraus entstehenden Beschwerden ein. Darüber hinaus werden diagnostische Verfahren sowie konservative Behandlungsmöglichkeiten bis hin zu operativen Verfahren vorgestellt, die auch im zertifizierten Hernienzentrum des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda durchgeführt werden.

Im Anschluss an die Vorträge besteht Gelegenheit, Fragen an die Referentinnen und Referenten zu richten. Die Informationsveranstaltung ist kostenlos und richtet sich an alle Interessierten. +++


Popup-Fenster

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*