Soroptimistinnen und SPD tauschen sich über Familienpolitik und Frauenförderung im Vogelsberg aus

Patrick Krug, Sonja Seeger, Dr. Dorle Grünewald-Funk, Maximilian Ziegler. Foto: Steffen Eckel

Wie lassen sich Familie und Beruf im ländlichen Raum besser miteinander vereinbaren? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Austauschs zwischen dem SPD-Landtagsabgeordneten Maximilian Ziegler, dem SPD-Kreisvorsitzenden und Vizelandrat Patrick Krug sowie Vertreterinnen des Clubs Soroptimist International Lauterbach-Vogelsberg im Wahlkreisbüro Zieglers in Lauterbach.

An dem Gespräch nahmen Clubpräsidentin Dr. Dorle Grünewald-Funk und Schriftführerin Sonja Seeger teil. Diskutiert wurden neben der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch die Beteiligung von Frauen an gesellschaftlichen und politischen Prozessen sowie Perspektiven für den ländlichen Raum.

Der Club Lauterbach-Vogelsberg zählt nach eigenen Angaben 34 Mitglieder aus unterschiedlichen Berufen und Generationen. Die Soroptimistinnen engagieren sich für Gleichberechtigung, Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Bekannt ist der Club unter anderem durch die Orange Days gegen Gewalt an Frauen sowie die Veranstaltung „Mut. Macherinnen. Möglichkeiten.“ im Rahmen der Frauenwochen.

„Wir möchten Themen sichtbar machen, die Frauen und Familien bewegen, und Menschen miteinander ins Gespräch bringen. Wir wollen Probleme nicht nur benennen, sondern gemeinsam mit anderen nach Lösungen suchen und Netzwerke schaffen“, erklärte Clubpräsidentin Dr. Dorle Grünewald-Funk.

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Schriftführerin Sonja Seeger betonte, dass Familien vor allem verlässliche Betreuungsangebote benötigten. „Wenn wir mehr Frauen als Fachkräfte gewinnen wollen, brauchen Familien vor allem Verlässlichkeit. Viele Familien geraten in Schwierigkeiten, wenn Arbeitszeiten und Betreuungsangebote nicht zusammenpassen. Das gilt besonders für Familien, die neu in die Region gezogen sind und keine Großeltern oder andere Angehörige in der Nähe haben“, sagte sie.

Vizelandrat Patrick Krug griff diesen Punkt auf und verwies auf den Ausbau der Ganztagsangebote an Grundschulen. „Damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf keine tägliche Herausforderung mehr ist, sondern zur Selbstverständlichkeit wird, sorgen wir für ein gutes Ganztagsangebot an unseren Grundschulen. Denn Familien müssen planen können. Nur mit verlässlichen Strukturen können beide Elternteile berufstätig sein und ihren Alltag gut organisieren.“

Darüber hinaus tauschten sich die Gesprächspartner über die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum sowie den Umgang mit natürlichen Ressourcen aus. Nach Angaben des Clubs beschäftigen sich die Soroptimistinnen derzeit intensiv mit dem Thema Wasser und wollen sich hierzu künftig verstärkt öffentlich einbringen.

Maximilian Ziegler hob die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für die Region hervor. „Es ist wichtig, dass starke gesellschaftliche Träger wie die Soroptimistinnen vor Ort in Netzwerken aktiv auf Themen, die uns alle betreffen, aufmerksam machen und den Dialog suchen. Dieses Engagement hält unsere Gemeinschaft zusammen, fördert den kritischen Dialog und gibt uns wertvolle Impulse für die politische Arbeit“, erklärte der SPD-Landtagsabgeordnete.

Zum Abschluss des Treffens vereinbarten beide Seiten, den begonnenen Austausch fortzusetzen und künftig regelmäßig miteinander im Gespräch zu bleiben. +++


Popup-Fenster

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*