
Die CDU-Fraktion im Hessischen Landtag hat den Landtagsabgeordneten Sebastian Müller zum Sprecher für Landwirtschaft und Umwelt gewählt. Das teilte sein Büro mit. Der Abgeordnete des Wahlkreises 15 – Fulda II übernimmt damit innerhalb der Fraktion eine weitere fachpolitische Verantwortung. Müller tritt die Nachfolge von Lena Arnoldt an.
Für Müller ist die neue Aufgabe eine Fortsetzung seiner bisherigen parlamentarischen Arbeit. Er ist bereits stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und Umwelt sowie Sprecher für Forstwirtschaft und den ländlichen Raum. Mit seiner Wahl übernimmt er nun auch den Vorsitz des CDU-Arbeitskreises für Landwirtschaft und Umwelt und wird damit die landwirtschafts- und umweltpolitische Arbeit der CDU-Fraktion fachlich koordinieren.
Müller würdigte zugleich die Arbeit seiner Vorgängerin. Er wolle Lena Arnoldt ausdrücklich für ihre langjährige und engagierte Arbeit danken. Sie habe die Aufgabe mit viel Fachkenntnis und großem persönlichen Einsatz ausgeübt. Auf dieser Arbeit wolle er aufbauen und die Interessen der bäuerlichen Familienbetriebe auch künftig mit einer starken Stimme vertreten.
Die Landwirtschaft sichere die Lebensgrundlagen und schaffe regionale Wertschöpfung, erklärte Müller. Bäuerliche Familienbetriebe führten ihre Höfe vielfach über Generationen und leisteten mit ihrem großen persönlichen Einsatz einen entscheidenden Beitrag für die Gesellschaft. Gerade die Region Fulda zeige, welche Bedeutung die Landwirtschaft für die Kulturlandschaft habe.
Im Mittelpunkt seiner neuen Aufgabe stehen nach Müllers Angaben verlässliche Rahmenbedingungen, eine praxisnahe Unterstützung der Betriebe und der weitere Abbau unnötiger Bürokratie. Gerade für kleinere und mittlere Familienbetriebe sei es wichtig, dass politische Vorgaben mit der betrieblichen Praxis vereinbar seien und ausreichende Planungssicherheit bestehe. Entscheidungen des Landes hätten für die Betriebe deshalb nicht nur eine politische, sondern vielfach auch eine unmittelbare wirtschaftliche Bedeutung.
Gleichzeitig spricht sich Müller dafür aus, Landwirtschaft und Umwelt nicht gegeneinander auszuspielen. Landwirtschaftliche Betriebe seien selbst auf intakte Böden und eine vielfältige Natur angewiesen. Deshalb brauche es aus seiner Sicht praxistaugliche Lösungen, die ökologische Ziele mit den wirtschaftlichen Realitäten der Betriebe verbinden.
Neben seiner neuen Funktion ist Müller Mitglied des Haushaltsausschusses und Sprecher für Kommunalfinanzen. Außerdem gehört er dem Wirtschaftsausschuss an. Seine politischen Aufgaben reichen damit weiterhin über die Landwirtschafts- und Umweltpolitik hinaus.
Mit der Wahl zum Sprecher für Landwirtschaft und Umwelt übernimmt Müller innerhalb der CDU-Landtagsfraktion eine zentrale fachpolitische Funktion. Gerade für den ländlichen Raum und Regionen wie Osthessen gehören Fragen der Landwirtschaft, des Umweltschutzes, der wirtschaftlichen Entwicklung und der kommunalen Rahmenbedingungen eng zusammen. Entscheidend wird sein, wie sich der Anspruch auf weniger Bürokratie, mehr Planungssicherheit und praxistaugliche politische Vorgaben künftig in der konkreten Landespolitik niederschlägt. +++

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