
Die Gemeinde Künzell setzt bei der Ausstattung ihrer Feuerwehr auf moderne Technik und investiert gezielt in den Schutz ihrer ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Für die Atemschutzgeräteträger wird schrittweise neue sandfarbene Feuerschutzkleidung angeschafft. Mit der Einführung des neuen Bekleidungskonzepts gehört die Feuerwehr Künzell zu den ersten Wehren in der Region Fulda, die diesen Weg einschlägt.
Möglich wurde die Umstellung durch eine Änderung der Hessischen Feuerwehrbekleidungs- und Dienstgradverordnung. Seit dem vergangenen Jahr sind in Hessen neben der bislang üblichen blauen Schutzkleidung auch weitere Farbvarianten zugelassen. Für die Feuerwehr Künzell steht dabei nicht allein die neue Optik im Vordergrund, sondern vor allem der verbesserte Schutz der Einsatzkräfte.
„Der Schutz und die bestmögliche Ausstattung unserer Einsatzkräfte haben für uns höchste Priorität. Mit der neuen Schutzkleidung investieren wir gezielt in die Sicherheit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehr. Gleichzeitig zeigen wir, dass moderne und innovative Ausstattung auch im ehrenamtlichen Feuerwehrdienst einen hohen Stellenwert hat“, erklären die Gemeindebrandinspektoren Jason Freeman, Tobias Fraatz und Florian Heil.
Die sandfarbene Schutzkleidung bringt im Einsatz mehrere praktische Vorteile mit sich. Im Vergleich zu dunkleren Modellen erwärmt sie sich bei direkter Sonneneinstrahlung deutlich weniger. Gerade bei längeren Einsätzen oder Übungen während der Sommermonate bedeutet dies eine spürbare Entlastung für die Feuerwehrangehörigen. Gleichzeitig verbessert die helle Farbgebung die Sichtbarkeit der Einsatzkräfte sowohl im Einsatzbereich als auch im Straßenverkehr. Hinzu kommen hygienische Vorteile: Rußanhaftungen, Verschmutzungen und andere Verunreinigungen lassen sich auf der hellen Kleidung schneller erkennen, sodass eine frühzeitige Reinigung möglich wird.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Tragekomfort. Die neue Schutzkleidung wird individuell auf die jeweiligen Atemschutzgeräteträger angepasst und bietet dadurch eine bessere Passform sowie mehr Bewegungsfreiheit. Zudem ist das neue Modell spürbar leichter als die bisher verwendete Ausrüstung. Vor allem bei körperlich anspruchsvollen Einsätzen in der Innenbrandbekämpfung bedeutet dies eine spürbare Entlastung der Einsatzkräfte.
Im ersten Schritt wurden bereits 30 neue Schutzanzüge beschafft. Noch im laufenden Jahr sollen weitere Anzüge folgen. Ziel ist es, künftig alle aktiven Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Künzell mit der neuen Schutzkleidung auszustatten.
Bürgermeister Timo Zentgraf unterstreicht die Bedeutung der Investition: „Unsere Einsatzkräfte leisten Tag für Tag einen wichtigen ehrenamtlichen Dienst für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Mit der neuen Schutzkleidung schaffen wir moderne und bestmögliche Rahmenbedingungen für diesen Einsatz.“
Die bisher verwendete Schutzkleidung wird weiterhin überprüft und sinnvoll weitergenutzt. Defekte oder verschlissene Ausrüstung wird ausgesondert und entsorgt. Schutzkleidung, die den erforderlichen Schutz weiterhin gewährleistet und sich in einem guten Zustand befindet, soll künftig als Ersatzkleidung vorgehalten werden. +++
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