Nach Einschätzung des britischen Militärgeheimdienstes sorgen die westlichen Sanktionen weiterhin für Beeinträchtigungen der russischen Rüstungsindustrie. Russlands Isolation schränke die Zahl der Länder ein, mit denen es direkt Handel treiben könne, heißt es am Montag im täglichen Lagebericht aus London. Das erhöhe wahrscheinlich den Zeit- und Kostenaufwand für die Beschaffung von Gütern, die Russland früher frei kaufen konnte.
Der Geheimdienst räumte ein, dass Russland zuletzt die Produktion der in der Ukraine am häufigsten eingesetzten Schlüsselmunition wie Artilleriegranaten erhöht hat. Doch die Auswirkungen der Sanktionen seien höchstwahrscheinlich bei den „fortschrittlicheren und komplexeren Waffensystemen“ Moskaus am größten, so die Briten. Diese in Produktion und Entwicklung befindlichen Systeme seien stärker auf ausländische Komponenten und Technologien angewiesen.
Die Sanktionen würden wahrscheinlich weiterhin sowohl das Angebot als auch die Nachfrage nach russischen Waffenexporten stören und auch die Zahlungsmechanismen nach Russland erheblich erschweren, hieß es weiter. Dies trage wahrscheinlich zu einem „erheblichen Rückgang“ der russischen Waffenexporte und zunehmenden Lieferverzögerungen bei, auch bei einigen der wichtigsten verbleibenden Waffenkunden Russlands. +++
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