K+S und DEG starten Projekt für höhere Erträge in Kenia und Uganda

Der Düngemittelhersteller K+S und die DEG Impulse gGmbH haben das gemeinsame Public-Private-Partnership-Projekt „Grow Eastern Africa“ gestartet. Die Initiative verfolgt die Absicht, die landwirtschaftliche Produktivität und die Widerstandsfähigkeit von Kleinbauern gegenüber den Folgen des Klimawandels in Kenia und Uganda zu stärken, wie aus einer aktuellen Mitteilung der K+S Aktiengesellschaft hervorgeht. Das Projekt wird im Rahmen des „develoPPP-Programms“ mit Haushaltsmitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die DEG Impulse gGmbH kofinanziert.

Im Zentrum stehen eine effizientere und ausgewogene Pflanzenernährung sowie die Vermittlung von Wissen für eine klimaangepasste Landwirtschaft. Dafür werden Landwirte praxisnah geschult, Böden analysiert und darauf aufbauend bedarfsgerechte, kulturspezifische Düngeempfehlungen entwickelt. Auch der Einsatz von organomineralischen Düngemitteln soll gefördert werden. Gleichzeitig werden nachhaltige Vertriebsstrukturen und Partnerschaften mit lokalen Akteuren wie Agrarhändlern, Genossenschaften und weiteren landwirtschaftlichen Stakeholdern aufgebaut.

„Mit Grow Eastern Africa wollen wir unser Know-how in der Pflanzenernährung gezielt mit dem Wissen und den Bedürfnissen der Landwirte vor Ort verbinden. Eine ausgewogene, auf Boden und Kultur abgestimmte Düngung kann dazu beitragen, Erträge nachhaltig zu steigern und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit gegenüber klimatischen Veränderungen zu erhöhen“, so Dr. Carin-Martina Tröltzsch, stellvertretende K+S-Vorstandsvorsitzende, in einer Mitteilung von K+S.

„Grow Eastern Africa“ hat eine Laufzeit bis Dezember 2028. Das Gesamtvolumen beträgt rund 1,3 Millionen Euro, das zu gleichen Teilen aus öffentlichen und privaten Mitteln finanziert wird. Projektpartner auf Unternehmensseite ist die 100-prozentige K+S-Tochtergesellschaft K+S Minerals and Agriculture GmbH, Implementierungspartner ist die DEG Impulse gGmbH.

„Eine produktive und klimaresiliente Landwirtschaft ist eine wichtige Voraussetzung für Ernährungssicherheit und bessere wirtschaftliche Perspektiven im ländlichen Raum. Public-Private-Partnerships wie Grow Eastern Africa bringen dabei die Stärken der Entwicklungszusammenarbeit und der Privatwirtschaft zusammen und können so nachhaltige Lösungen vor Ort voranbringen“, so Dr. Miriam Amine, Projektleiterin bei DEG Impulse, in einer Mitteilung hierzu.

Mindestens 10.000 Landwirte sollen erreicht werden. Zudem sind mindestens 2.000 Bodenproben vorgesehen. Durch eine auf die jeweiligen Boden- und Klimabedingungen abgestimmte Düngung soll die landwirtschaftliche Produktivität deutlich gesteigert werden. Angestrebt wird unter anderem eine Erhöhung der Erträge um mehr als 20 Prozent gegenüber den bisherigen Anbaupraktiken. Darüber hinaus soll die Anwendung organomineralischer Produkte auf mehr als 100 landwirtschaftlichen Betrieben etabliert werden.

„Die Landwirtschaft in Kenia und Uganda steht vor Herausforderungen wie niedriger und unausgewogener Düngemittelnutzung, begrenztem Zugang zu agronomischem Wissen, Bodendegradation und zunehmenden Wetterextremen. „Grow Eastern Africa“ setzt hier an und verbindet wissenschaftlich fundierte Pflanzenernährung mit praktischem Wissen und lokalen Strukturen“, betont Florian Pickert, Director Fertilizer Africa bei K+S und Projektleiter.

K+S ist bereits seit 2013 in Ostafrika aktiv und verfügt mit K+S Fertilizers Kenya und Grainpulse Limited über lokale Tochtergesellschaften in der Region. Sie ermöglichen eine enge Zusammenarbeit mit Landwirten sowie die Entwicklung, Produktion und Distribution kulturspezifischer Düngerlösungen vor Ort.

Das Projekt leistet insbesondere einen Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen SDG 2 „Kein Hunger“ und SDG 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“. Durch höhere Erträge, eine effizientere Nutzung von Nährstoffen und klimaangepasste Anbaumethoden soll „Grow Eastern Africa“ sowohl die Ernährungssicherheit als auch die wirtschaftlichen Perspektiven der beteiligten Kleinbauern verbessern, heißt es abschließend. +++


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