Pflegende stehen unter enormer Belastung. Ihre „Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit“, so fordert die Caritas anlässlich des Internationalen Tages der Pflege, müsse gesellschaftliche Wertschätzung erfahren. „Pflegende Angehörige treten beruflich kürzer und verzichten damit auf Lohn und Karriere. Am Ende führt ihr Engagement auch noch zu einer geringeren Rente. Eine Unterstützung der pflegenden Angehörigen ist das A und O der Pflegepolitik. Die politischen Schritte dahin sind überfällig“, fordert Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa anlässlich des heutigen Tages der Pflegenden.
Vier von fünf Pflegebedürftigen werden zuhause versorgt, die allermeisten von ihnen ausschließlich oder überwiegend durch ihre Angehörigen. Bei der zuletzt beschlossenen Pflegereform sind pflegende Angehörige allerdings leer ausgegangen. „Sie brauchen Entlastung – beispielsweise eine auskömmliche Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige, die Familienpflege- und Pflegezeit in Anspruch nehmen. Die Politik muss zugleich den Ausbau der Kurzzeitpflege, der Verhinderungspflege und Tages- und Nachtpflege vorantreiben und ein Entlastungsbudget einführen, das flexibel und passgenau für die Entlastung, die man gerade braucht, eingesetzt werden kann“, fordert Welskop-Deffaa.
Aber auch die hauptamtlichen Pflegekräfte und alle Menschen, die in Pflegeeinrichtungen tätig sind, verdienten aus Sicht der Caritas am Tag der Pflege Aufmerksamkeit, wie der Fuldaer Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch unterstreicht. „Nach den Erfahrungen aus der Corona-Pandemie wissen wir umso mehr, welchen hohen gesellschaftlichen Wert die Arbeit aller Menschen im Pflegebereich hat“, sagt er. „Dem müssen wir konsequent Rechnung tragen. Für das Berufsfeld ‚Pflege‘ müssen attraktive Rahmenbedingungen von der Ausbildung bis zum Arbeitsalltag geschaffen werden. Als Einrichtungsträger von Pflegeheimen und einer Pflegeschule hat die Caritas im Bistum Fulda zum Wohle ihrer Mitarbeitenden daran ein sehr großes Interesse!“ +++ Dies ist eine kostenfreie Veröffentlichung einer Pressemitteilung. Diese sind legitim und sinnvoll. Unternehmen sollten sich nicht von der wachsenden Praxis verunsichern lassen, Veröffentlichungen nur gegen Bezahlung anzubieten – denn es gibt keinen triftigen Grund, der gegen eine kostenlose Veröffentlichung spricht.
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