Hünfelder SV: Nach dem Pokal-Triumph in Holzheim gegen Pohlheim ist vor der Punktspiel-Aufgabe in Hummetroth in der Liga

Das war ein feiner Abend am Mittwoch für die Fußballer des Hünfelder SV. Im Hessenpokal setzten sie sich nach Elfmeterschießen (10:9, 2:2 nach regulärer Spielzeit) beim Liga-Konkurrenten Pohlheim durch – an dessen Ende hielt Keeper Jannis Maul einen Elfer, und als i-Tüpfelchen auf der Sahne verwandelte Neuzugang Jakob Göbel den entscheidenden Strafstoß, der den Einzug in die nächste Runde bescherte. Als Lohn zog der HSV ein attraktives Los: Regionalligist FSV Frankfurt – am Freitagabend in der Johannisau bei der SG Barockstadt zu Gast -, tritt in der Rhönkampfbahn an; der Austragungstermin ist noch offen. Doch – und nun folgt die wesentliche Botschaft: Nach dem Pokal-Triumph ist vor der Liga. Das heißt: Am Samstag tritt der Hünfelder SV beim SV Hummetroth an, Spielbeginn: 15 Uhr.

Der Erfolg im Pokal, in dem alle badeten, soll gar nicht groß thematisiert werden an dieser Stelle. In der ersten Halbzeit war der HSV nach Worten seines Trainers Benjamin Fuß „nicht gut unterwegs und zu statisch“ – im zweiten Abschnitt indes schon. „Wie wir aufgetreten sind. Dynamisch und mit Tiefenläufen“, freute sich der Coach im Duell mit dem Sechsten der Hessenliga. Am Samstag aber geht die Reise ins Hessenland weiter: mit der Fahrt zum SV Hummetroth, lange Zeit so etwas wie „Mannschaft der Stunde“ in der Vorsaison.

Aktuell aber ist Hünfelds Gegner überhaupt noch nicht angekommen in der Runde. Während sich der HSV bis auf Platz zwei gespielt und gearbeitet hat, hat der SV Hummetroth erst ein Pünktchen nach fünf Vergleichen zu Buche stehen. Den Zähler heimste das Team am vergangenen Wochenende ein, als es ein 1:1 bei Regionalliga-Absteiger Alzenau gab; Hummetroth führte zur Pause durch Guiseppe Signorellis Tor. Sollte sich irgendein HSV-Spieler in die psychologische Hängematte gelegt haben, dann raus – er sollte die weite Fahrt erst gar nicht antreten. Zur Erinnerung: Was in Hummetroth steckt, zeigte die Mannschaft vor knapp einem Jahr beim 4:0-Sieg in der Rhönkampfbahn – auch wenn da beim HSV fast gar nichts passte.

„Das wird eine ganz, ganz schwere Aufgabe. In deren Reihen sind immer noch ausreichend Spieler mit Regionalliga-Erfahrung. Wir müssen an unser Limit gehen“, schätzt Fuß die Prüfung ein. Sein Team habe zwar mehr Belastung durch das Pokal-Spiel am Mittwoch, der Trainer gibt seiner Mannschaft indessen einen charakterlichen Stoß, wenn er nachschiebt: „Am Samstag wird der Kopf entscheiden. Wir wollen bei uns bleiben und auch die Euphorie mitnehmen.“ Fuß erinnert das HSV-Team nochmals. „Wir haben am Mittwoch in der ersten Halbzeit gesehen, was passiert, wenn wir nur einen Schritt weniger machen.“ Schließlich soll sich zu den vier Saisonsiegen in der Liga ein weiterer hinzu gesellen. +++ rl


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