Hessen will Lieferketten trotz Niedrigwasser stabilhalten

Angesichts der anhaltenden Niedrigwasserlage will Hessen die Lieferketten mit einer engeren Koordinierung von Bund, Ländern, Wirtschaft und Logistikbranche stabilhalten. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum hat am Mittwoch mitgeteilt, dass sich Staatssekretärin Ines Fröhlich mit dem neuen Bundesminister Steffen Bilger sowie Vertretern von Bund, Ländern, Verkehrs- und Logistikwirtschaft und Industrie getroffen hat.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen zusätzliche Kapazitäten auf der Schiene, ein vorausschauendes Baustellenmanagement sowie pragmatische Lösungen für Straße und Häfen.

Die DB InfraGO hat in Aussicht gestellt, freie Trassenkapazitäten für zusätzliche Güterzüge bereitzustellen, und dafür eine Sonderkoordinatorin eingesetzt. Der Bund richtet zudem ein regelmäßiges Austauschformat auf Staatssekretärsebene ein.

Hessen hatte am Dienstag das Sonn- und Feiertagsfahrverbot sowie die Samstagsfahrverbote für Lkw-Transporte, die als Ersatzverkehre wegen des Niedrigwassers dienen, vorübergehend ausgesetzt.

Nach den Worten von Fröhlich ist das gemeinsame Ziel, die Versorgung der Menschen im Land sowie die Lieferfähigkeit von Industrie und Wirtschaft zu sichern. Dafür brauche es kurzfristig funktionierende Ausweichmöglichkeiten auf Schiene und Straße sowie eine langfristige Strategie für den Verkehr auf den Wasserstraßen.

Nicht zwingend erforderliche Baustellen und Instandsetzungen an Straße, Schiene und Wasserstraße sollen während der Niedrigwasserphase nach Möglichkeit verschoben oder angepasst werden. Die rechtsrheinische Korridorsanierung werde aber fortgesetzt, betonte Fröhlich. +++


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