Berlin. Angesichts des Booms rezeptfreier Medikamente in Deutschland hat der frühere Präsident des „Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte“ (BfArM), Harald Schweim, vor der wachsenden Gefahr eines Arzneimittelmissbrauchs über den Versandhandel gewarnt. „Verschreibungsfrei heißt nicht, dass diese Arzneien unbedenklich sind“, sagte der Pharmakologe von der Universität Bonn der „Welt am Sonntag“. Die Kombination aus Medikamenten, die sonst nur über die Ladentheke verkauft werden und Versandhandel bei bestimmten Wirkstoffen gefährde den Patientenschutz und sei ein Einfallstor für den Missbrauch von Medikamenten. Der Wissenschaftler kritisierte vor allem, dass insbesondere bei Produkten mit dem Wirkstoff Paracetamol, der in zu hoher Dosierung die Leber schädigen oder sogar tödlich wirken kann, die gesetzlich vorgeschriebene Freigrenze für den rezeptfreien Verkauf durch den Mehrverkauf von Packungen aus Umsatzgründen unterlaufen werde. „Für die Patienten und damit letztlich auch für das Gesundheitssystem, das für die Folgen des Missbrauchs von Arzneien aufkommen muss, birgt das Risiken“, warnte er. +++ fuldainfo
[ad name=“Textwerbung“]Das könnte Sie auch interessieren
Vorübergehende Unterbrechungen der Fernwärmeversorgung im Münsterfeld und Ziehers
Anhaltende Trockenheit Obere Wasserbehörde des RP Kassel ruft zum Einschränken von Wasserentnahmen a...
Uganda-Tag in Fulda: Begegnung statt Klischees – warum der Blick nach Uganda mehr ist als ein Benefi...
Schulämter in Hessen richten Hotline für Fragen zur Zeugnisvergabe ein

Hinterlasse jetzt einen Kommentar