Erste Habilitation in der Herzchirurgie am Klinikum Fulda

Mit der Habilitation von Priv.-Doz. Dr. Christian Sellin hat das Klinikum Fulda einen bedeutenden Schritt in seiner wissenschaftlichen Entwicklung erreicht. Im Rahmen eines Festakts mit Antrittsvorlesung wurde dem Herzchirurgen die Lehrbefugnis („Venia Legendi“) verliehen. Nach Angaben des Klinikums handelt es sich um die erste Habilitation am Campus Fulda im Fach Herzchirurgie.

Vor zahlreichen Gästen würdigte der Sprecher des Vorstands des Klinikums Fulda, Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, die Leistung Sellins. Dieser habe die gesamte wissenschaftliche Arbeit – von der Planung klinischer Studien bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse – eigenständig am Standort Fulda aufgebaut. Dies zeige, dass sich der Campus Fulda wissenschaftlich erfolgreich entwickle.

Eine Laudatio hielt Professor Dr. Hilmar Dörge, Direktor der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie. Er erinnerte an den gemeinsamen beruflichen Weg von Göttingen nach Fulda und bezeichnete Sellin als Mediziner mit großer Präzision, Ausdauer und Innovationskraft. Besonders hob Dörge dessen Beitrag zur Entwicklung der minimalinvasiven Herzchirurgie in Fulda hervor.

Im Mittelpunkt der Antrittsvorlesung stand die sogenannte TCRAT-Methode, eine minimalinvasive koronare Bypasschirurgie ohne Durchtrennung des Brustbeins. Sellin erläuterte, dass diese Technik Patienten eine vollständige Rekonstruktion der Herzkranzgefäße ermöglichen solle, ohne das Trauma einer klassischen Brustbeinöffnung in Kauf nehmen zu müssen.

Nach Angaben Sellins zeigen die erhobenen Daten, dass das Verfahren der klassischen Operation bei der Erholung der Patienten sowie bei der Funktion von Lunge und Niere mindestens ebenbürtig sei. In Fulda würden inzwischen rund 80 Prozent aller Bypassoperationen minimalinvasiv durchgeführt. Mehr als 1000 Patienten seien bereits erfolgreich mit dieser Methode behandelt worden.

Auch der Dekan des Fachbereichs Medizin der Philipps-Universität Marburg, Professor Dr. Michael Hertl, gratulierte in einer Videobotschaft und lobte die Zusammenarbeit zwischen Marburg und Fulda.

Mit der Habilitation Sellins sieht das Klinikum Fulda seine Rolle als universitärer Medizinstandort weiter gestärkt. +++


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