Die Klinik für Urologie und Kinderurologie am Klinikum Fulda hat zum 1.000. Mal erfolgreich eine Operation mit dem DaVinci-Roboter-System durchgeführt. Das Team um Klinikdirektor Professor Dr. Tilman Kälble setzt damit ein starkes Zeichen für die Weiterentwicklung der roboter-assistierten Chirurgie in der Region. Patientinnen und Patienten profitieren von der besonders schonenden, minimal-invasiven Methode: kleinste Schnitte, weniger Belastung und eine deutlich schnellere Genesung. Viele Patienten hätten laut Mitteilung bei dem Begriff „OP-Roboter“ Bedenken, dass eine Maschine sie eigenständig operiert. Klinikdirektor Professor Dr. Kälble gibt hierzu klare Entwarnung: „Der DaVinci-Roboter führt keinen einzigen Schnitt eigenständig aus. Er ist kein Autopilot, sondern ein hochpräzises Werkzeug, das zu 100 Prozent vom operierenden Arzt gesteuert wird. Die erfahrenen Hände des Chirurgen übersetzen jede Bewegung an einer Steuerkonsole milimetergenau auf die Instrumente im Körper. Die Kontrolle liegt in jeder Sekunde vollständig beim Menschen.“
Die Einführung der roboter-assisierten Chirurgie bedeute nach Kälble keineswegs, dass die klassischen offenen Operationsverfahren schlechtere Behandlungsergebnisse erbracht hätten, insbesondere nicht hinsichtlich der Onkologie und Tumorsicherheit bei Krebsoperationen, betont Kälble. Der entscheidende Vorteil des DaVinci-Systems liege in den minimal-invasiven Zugängen über winzige Hautschnitte. Auch die Erholung verläuft beim DaVinci-Verfahren im Vergleich zu herkömmlichen offenen Eingriffen schneller, sodass die Patienten, bis auf ein leichtes Druck- oder Blähgefühl am ersten Tag, das von dem sanft eingebrachten Kohlendioxid-Gas zur besseren Sicht im Bauchraum herrührt, rasch nach dem Eingriff wieder selbstständig mobil sind. Die meisten Patienten können das Krankenhaus schon nach vier bis fünf Tagen schmerzfrei verlassen. Auch bei der vollständigen Entfernung der Prostata bei Prostatakrebs bietet das roboter-assistierte Verfahren entscheidende Vorteile. +++

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