Zwei Tote am U-Bahnhof Wandsbek Markt und Messerangriff in Eimsbüttel – Mordkommission ermittelt

Bei zwei schweren Gewalttaten in Hamburg sind am Donnerstagabend zwei Menschen ums Leben gekommen, zudem wurde ein Mann lebensgefährlich verletzt. Darüber berichtet osthessenreport unter Berufung auf Angaben der Polizei. Am U-Bahnhof Wandsbek Markt starben zwei Personen, nachdem es dort zu einem mutmaßlichen Tötungsdelikt gekommen war. Die Mordkommission (LKA 41) übernahm die Ermittlungen.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei wartete eine 18-Jährige am Bahnsteig auf eine U-Bahn in Fahrtrichtung Innenstadt. Ein 25-jähriger Südsudanese hielt sich abseits von der Heranwachsenden ebenfalls auf dem Bahnsteig auf. Kurz darauf ging der Mann unvermittelt auf die junge Frau zu, ergriff sie und zerrte sie aus bislang ungeklärten Gründen mit sich ins Gleisbett vor die inzwischen einfahrende U-Bahn. Beide Personen erlagen noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Das Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes übernahm die psychosoziale Akutbetreuung von Zeuginnen und Zeugen. Der Kriminaldauerdienst (LKA 26) führte zunächst die Ermittlungen am Einsatzort und sicherte erste Spuren. Aufgrund des Verdachts eines Tötungsdelikts wurden die weiteren Ermittlungen anschließend durch die Mordkommission (LKA 41) in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft übernommen. Dabei stellten die Beamtinnen und Beamten unter anderem Videoaufzeichnungen sowie Zeugenaussagen sicher, die derzeit ausgewertet werden. Nach derzeitigem Stand liegen den Strafverfolgungsbehörden keine Erkenntnisse zu einer möglichen Vorbeziehung der Beteiligten vor. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.

In einem weiteren Fall nahmen Einsatzkräfte der Polizei einen 31-Jährigen vorläufig fest, der im Verdacht steht, einen 25-Jährigen in einem Imbiss im Stadtteil Eimsbüttel lebensgefährlich mit einem Messer verletzt zu haben. Auch hierzu berichtet osthessenreport. Der dringend Tatverdächtige wurde dem Untersuchungsgefängnis zugeführt. Nach Angaben der Kriminalpolizei betrat der zunächst unbekannte Mann das Schnellrestaurant und begab sich zielgerichtet in den Tresenbereich. Dort griff er unvermittelt einen 25-jährigen Angestellten mit einem Messer an und verletzte ihn durch einen Stich in den Bauch. Anschließend flüchtete der Täter aus dem Lokal, Zeuginnen und Zeugen verständigten den Notruf. Alarmierte Rettungskräfte der Feuerwehr brachten den lebensgefährlich Verletzten in ein Krankenhaus. Nach einer Notoperation schwebt der Mann inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr. Mehrere Funkstreifenwagen leiteten umgehend Fahndungsmaßnahmen ein und erhielten Hinweise, wonach es sich bei dem Angreifer um einen 31-jährigen ehemaligen Mitarbeiter des Restaurants handeln könnte. Eine Unterstützungsstreife für erschwerte Einsatzlagen der Bereitschaftspolizei (USE) nahm den Tatverdächtigen am späten Nachmittag an seiner Wohnanschrift im Stadtteil Langenhorn vorläufig fest. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung stellten die Polizistinnen und Polizisten mehrere Beweismittel sicher. Das für Körperverletzungsdelikte zuständige Landeskriminalamt (LKA 133) übernahm zunächst die Ermittlungen vor Ort, die nun durch die Mordkommission (LKA 41) in enger Abstimmung mit der Abteilung für Kapitaldelikte der Staatsanwaltschaft fortgeführt werden. Der 31-jährige Afghane wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem Untersuchungsgefängnis zugeführt, ein Richter erließ inzwischen Haftbefehl. Die Ermittlungen dauern an. +++


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