Zustand der Gastronomie auch in der Region besorgniserregend

Gastronomen, Caterer, Gasthäuser, Gemeinschaftsverpfleger, Pensionen, Hotels u.v.m. befinden sich länderübergreifend gegenwärtig in großer Not. Viele Existenzen sind bedroht. Schließungen haben bereits stattgefunden und oder werden aktuell umgesetzt. Begonnen hat der Umstand bereits vor etwa drei Wochen mit Absagen von Veranstaltungen, Messen u. Ä. bis hin zur kompletten Stornierung von Individual- und Geschäftsreisenden. Ein Licht am Ende des Tunnels ist bisher nicht in Sicht. Über kurze Kommunikationswege zwischen den einzelnen Kreisverbänden und dem Landesverband kommunizieren – viele Bürgermeister und Landräte mit den Kreisverbänden in unseren Nachbarkreisen.

„Die Kommunalpolitik in Osthessen hat bisher kaum Kontakt zum Dachverband der Branche im Landkreis Fulda aufgenommen“, berichtet Steffen Ackermann, Vorsitzender Kreisverband Stadt und Landkreis Fulda DEHOGA Hessen sowie Inhaber eines Bed & Breakfast-Hotels. „Schade – bei all der Wertschätzung, der Leistung beim Stadtjubiläum, das ohne uns nicht hätte stattfinden können“, bedauert der Hotelier. „Demnach wäre auch hier etwas Interesse an unserer Situation erfreulich. Jedoch, keine neue Situation. Das kennen wir aus der Vergangenheit. Wenig Interesse an unseren Belangen. Eine Partei hält Kontakt zu uns, auch außerhalb der Krisenzeit. Ansonsten Schweigen im Walde“, so Ackermannn gegenüber fuldainfo.de.

Julius Wagner Hauptgeschäftsführer der DEHOGA Hessen, sagte im Gespräch mit fuldainfo.de, dass es nun wichtig sei wie man die Überlebensfähigkeit der Betriebe in den nächsten Wochen aufrechterhält. „Wir bereiten unsere Hilfe und Angebote derzeit intensiv vor. Wir werden die Betriebe beim Ausfüllen von Anträgen, wie etwa Kurzarbeitergeld unterstützen. Dass sich manche Kommunalpolitiker anscheinend der aktuell bedrohlichen Lage der Gastronomie nicht bewusst sind, ist in einigen hessischen Regionen ein Thema. Die Kommunalpolitik scheint hier noch ein wenig gespalten zu sein“, sagte Wagner. Doch das Wichtigste sei – „und das vermitteln wir aktuell auch unseren Mitgliedern“ – dass die Hessische Landesregierung um Ministerpräsident Volker Bouffier eine „hervorragende Arbeit“ mache, bescheinigte der Hauptgeschäftsführer der DEHOGA Hessen. Man stehe fest an der Seite des Gastgewerbes. Mit Blick auf die Betriebe sagte Wagner, dass man Verständnis dafür habe, dass aus deren Sicht einiges schneller gehen müsse – gehe es hier schließlich um jeden Tag – man müsse aber auch berücksichtigen, dass man Politik hier bei den Aufgaben, die sie haben, unterstützen müsse. Kai Klose habe als Gesundheitsminister auch die Verantwortung für ein Gesundheitssystem im Land und das gehe vor. Das Gastgewerbe hat aber eine hohe Priorität, stellt der Hauptgeschäftsführer der DEHOGA Hessen, Julius Wagner heraus.

Viele Betreibe versuchen gerade mit Außerhauslieferungen ihren Betrieb wenigstens ein bisschen aufrechtzuerhalten. Hierzu noch einmal Julius Wagner: „Dies ist zumindest ein kleiner Beitrag, den Gastronomen leisten können, um ihren Betrieb aufrechtzuerhalten.“ Wichtig in diesem Zusammenhang: „Dass die Menschen hierdurch wissen, dass es die Gastronomie noch gibt, die unter Einhaltung strikter Hygienemaßnahmen, liefern, und so für ein wenig Abwechselung auf dem täglichen Speiseplan sorgt. Dies zumindest solange es noch möglich ist. Der Schaden im Gastgewerbe wird jedenfalls, wie im Übrigen in der ganzen Wirtschaft, sehr groß sein“, prognostiziert Wagner. Man arbeite zwar an Hilfspaketen, aber: „Wir alle wissen doch, dass es auch um eine gesamtwirtschafte Herkulesaufgabe geht“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, Julius Wagner, gegenüber unserem Medium abschließend. +++


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