„Diese Baumaßnahme gleicht einer Operation am offenen Herzen“, betont Dr. Christian Müller und meint damit den Austausch eines Drittels des Drehofenmantels am Drehofen der Zement- und Kalkwerke Otterbein in Müs – bei laufendem Betrieb. Notwendig wurde dieses Projekt, so erläuterte der Geschäftsführer, um eine Verbesserung des Wärmeübergangs zu gewährleisten, die CO2-Emmissionen zu reduzieren und die Energieleistung effektiver zu nutzen. Die Investition in Höhe von 1,5 Millionen Euro beinhaltet den Austausch rund eines Drittels des Drehbrennofens einschließlich des Zahnkranzes und der Steuerung. „Mit dieser Maßnahme kann die Anlage um 50 Prozent schneller gegenüber der bisherigen Technik drehen.“ Nach jetzt über 35 Jahren Betriebslaufzeit werde, so verdeutlicht Geschäftsführer Winfried Müller, insbesondere der thermische Wärmeübergang bei der Herstellung des Zementklinkers verbessert. „Bisher musste zur Herstellung des Klinkers auf hohem Qualitätsniveau mehr Energie aufgewendet werden – dieser Energieaufwand kann jetzt bei gleichbleibender Produktqualität reduziert werden.“ Neben der Einsparung von fossilen Energieträgern, was eine Ressourcenschonung bedeute, würden durch die verbesserte Energieeffizienz CO2-Emissionen reduziert. Bereits die Vorbereitungen zur Umsetzung dieses Projektes stellten eine besondere Herausforderung dar, denn ein Kran mit 500 Tonnen Hebelast musste geordert werden. Immerhin verfügt der drehbare Brennofen der Zement- und Kalkwerke Otterbein über ein im Durchmesser 3,20 m dickes Stahlrohr „Diese Kräne gibt es nur dreimal in Deutschland.“ In rund vier Wochen soll die Erneuerung des Drehofenmantels abgeschlossen sein. +++
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