Die Göttinger Zeithistorikerin Petra Terhoeven hat die angekündigte Öffnung der vatikanischen Archive zum Pontifikat Papst Pius XII. (1939-1958) gelobt. Es handele sich um einen "überfälligen Schritt", sagte die Expertin für den italienischen Faschismus dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Damit wird es endlich möglich, alle Behauptungen über Pius XII. auf eine sachliche Grundlage zu stellen und die seit langem umstrittenen Fragen quellenbasiert beantworten zu können: Was wusste der Papst über die Judenvernichtung? Warum hat er nicht mehr dagegen getan?" Nun bestehe die Chance auf ein differenziertes Bild jenseits der bisher üblichen Verteufelungen oder Generalabsolutionen, so Terhoeven weiter. Die bisherige Praxis des Vatikans, nur ausgewählten Forschern Aktenzugang zu gewähren, insbesondere jenen, die mit dem Verfahren zur Seligsprechung Pius XII. betraut seien, kritisierte Terhoeven als unwürdige Geheimniskrämerei. Zeithistoriker bes chäftigen sich vorwiegend mit der Zeit ab 1917. +++
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