Paris. Nach den Anschlägen in Paris ist die Zahl der Toten auf mindestens 129 gestiegen. 352 Menschen seien bei der Terror-Serie verletzt worden, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft am Samstagabend mit. Demnach befinden sich 99 der Verletzten in einem kritischen Zustand. Sieben Terroristen seien getötet worden, hieß es seitens der Pariser Staatsanwaltschaft weiter. Die Terror-Miliz „Islamischer Staat“ (IS) bekannte sich zu den Anschlägen: In einer Erklärung der Terroristen heißt es, dass die Anschlagsorte bewusst gewählt worden seien. Es handele sich um eine Vergeltung für Frankreichs Beteiligung an den Luftangriffen gegen den IS.
Athen: Einer der Terroristen war als Flüchtling registriert
Einer der Pariser Terroristen könnte nach Angaben des griechischen Ministeriums für Bürgerschutz Anfang Oktober als Flüchtling aus der Türkei nach Griechenland gekommen sein: „Der Inhaber des Passes, der an einem Tatort gefunden worden ist, wurde am 3. Oktober 2015 nach den Regelungen der EU auf der Insel Leros registriert“, hieß es seitens des Ministeriums am Samstag. Derzeit lägen dem Ministerium keine Informationen vor, durch welche anderen EU-Länder der Inhaber des Passes gereist sei. Laut französischen Medienberichten unter Berufung auf Polizeikreise hatten Sicherheitskräfte in der Nähe der Leiche eines mutmaßlichen Terroristen einen syrischen Pass gefunden.
Attentäter wollte ins Stade de France
Einer der Attentäter von Paris hat laut eines Medienberichts versucht, dass Stade de France mit einem regulären Ticket zu betreten, wo am Freitagabend ein Fußball-Testspiel zwischen Frankreich und Deutschland stattgefunden hatte. Das berichtet das „Wall Street Journal“ und beruft sich dabei auf einen Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma, der an dem entsprechenden Eingang im Dienst gewesen sei. Demnach habe der Mann bei dem Attentäter eine Sprengstoffweste entdeckt, woraufhin der Terrorist die Flucht ergriffen und die Weste wenig später zur Detonation gebracht habe.
Große Anteilnahme in Berlin: Hunderte gedenken Terror-Opfer
Vor der französischen Botschaft in Berlin haben am Samstag Hunderte Menschen Blumen und Kerzen niedergelegt und ihr Mitgefühl für die Opfer der Terror-Serie ausgedrückt. Auf dem Pariser Platz herrschte unter großer Polizeipräsenz eine gedrückte Stimmung. Das Brandenburger Tor wurde in den Farben der Tricolore angeleuchtet. Bei den Angriffen in Paris waren mindestens 127 Menschen getötet und über 250 weitere verletzt worden. Die Terror-Miliz „Islamischer Staat“ (IS) bekannte sich zu den Anschlägen: In einer Erklärung der Terroristen heißt es, dass die Anschlagsorte bewusst gewählt worden seien. Es handele sich um eine Vergeltung für Frankreichs Beteiligung an den Luftangriffen gegen den IS.
Zentralrat der Muslime „tief erschüttert“
Der Zentralrat der Muslime hat die Terroranschläge von Paris auf das Schärfste verurteilt: „Wir sind tief erschüttert über diesen feigen und perfiden Massenmord. Wir stehen solidarisch an der Seite Frankreichs und trauern um die vielen Opfer und sind in Gedanken und Gebeten bei den Familienangehörigen“, sagte der Vorsitzende des Zentralrats, Aiman Mazyek, am Samstag. Die Terroristen führten Krieg gegen die Menschlichkeit und damit auch direkt gegen den Islam, hieß es seitens des Zentralrats der Muslime weiter. Der Zentralrat appelliere „insbesondere an Medien und Politik, den Terroristen nun nicht auf dem Leim zu gehen, indem ihre pseudo-religiösen Begründbarkeiten einfach unkritisch übernommen werden und damit der Vereinnahmung des Islam weiter Vorschub geleistet wird“.
Linke: Terroranschläge zielen ins Herz der Demokratie
Die Terroranschläge zielen laut den Vorsitzenden der Linken, Katja Kipping und Bernd Riexinger, in das Herz der Demokratie. „Die systematische, grenzenlose Gewalt gegen Menschen, die ihren Freitagabend im Restaurant, bei einem Konzert oder mit ihren Familien verbrachten, ist zutiefst verabscheuenswürdig“, hieß es in einer Erklärung der beiden Linken-Chefs. Die Hintergründe für die Anschläge müssten nun schnellstmöglich aufgeklärt und die Täter zur Verantwortung gezogen werden. „Frankreich darf sich dem Terror nicht beugen, sondern seine demokratische, offene und tolerante Gesellschaft erhalten und leben“, so Kipping und Riexinger weiter, die zudem vor Stimmungsmache gegen Flüchtlinge und Muslime warnten: „Jegliche Spekulationen und Versuche, die Terroranschläge von Paris jetzt in Deutschland zu benutzen, um Stimmung gegen Muslime und Flüchtlinge zu machen, verurteilen wir aufs Schärfste.“ +++ fuldainfo
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