Zahl der Arbeitslosen sinkt unter Drei-Millionen-Marke

Nürnberg. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 77.000 zurückgegangen und damit unter die Drei-Millionen-Marke gesunken. Insgesamt waren im April 2,943 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Gegenüber dem Vormonat März ging die Zahl der Arbeitslosen demnach gar um 111.000 zurück. Die Arbeitslosenquote sank dementsprechend um 0,3 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent. Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit sei nach den Wintermonaten zwar üblich, allerdings falle der Rückgang in diesem Jahr relativ kräftig aus, hieß es seitens der BA weiter. “Der Arbeitsmarkt im April hat sich günstig entwickelt. Grund hierfür sind vor allem die guten konjunkturellen Rahmenbedingungen”, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise mit Blick auf die Zahlen.

Der Arbeitsmarkt im April 2014 im Agenturbezirk Bad Hersfeld-Fulda

Saisonal bedingt ist die Arbeitslosigkeit im Bereich der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda im April gesunken. Insgesamt waren in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg 7.136 Menschen arbeitslos gemeldet, was einem Rückgang von 587 (-7,6 Prozent) gegenüber März gleichkommt. Dies ist der stärkste Rückgang aller hessischen Agentu4bezirke (Hessendurchschnitt: -1,9 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ging die Zahl der Arbeitslosen um 404 (-5,4 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote liegt im Agenturbezirk aktuell bei 4,0 Prozent (Vorjahr: 4,3 Prozent). Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist hauptsächlich auf den Bereich der Arbeitslosenversicherung im Landkreis Hersfeld-Rotenburg zurückzuführen, wo die Zahl der Arbeitslosen mit 1.153 um mehr als ein Fünftel (299) unter dem Niveau des Vorjahres lag. „Zahlreiche Arbeitslose in den Bau-, Bauneben- und weiteren Außenberufen wurden wieder eingestellt“, kommentiert Waldemar Dombrowski, Leiter der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda. Von der positiven Entwicklung gegenüber dem Vorjahr haben alle Personengruppen profitiert, am stärksten jüngere Arbeitslose. Im April waren 704 Personen unter 25 Jahren arbeitslos, was einem Minus von 99 (-12,3 Prozent) entspricht.

Der Arbeitsmarkt in Hessen

Die Arbeitslosigkeit in Hessen im April 2014 vollzieht weiterhin eine Abwärtsbewegung. Zum zweiten Mal in Folge sanken die Arbeitslosenzahlen auf jetzt 186.050. Das sind 1,9 Prozent oder 3.671 Personen weniger als im Vormonat und 2,2 Prozent oder 4.268 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank binnen eines Monats nochmals um 0,1 Prozentpunkte auf jetzt 5,8 Prozent. Im letzten Jahr lag die Quote noch bei 6,1 Prozent. Saisonbereinigt ergab sich ein Rückgang von 2.000 gegenüber dem Vormonat. In diesem Monat konnten alle Personengruppen vom Rückgang der Zahlen im Vergleich zum Vormonat profitieren. So sank die Zahl der 15 bis 25-Jährigen um 4,2 Prozent auf 17.308 und ebenso bei den über 50-Jährigen war ein Rückgang von 1,0 Prozent auf 58.424 zu verzeichnen. Saisonüblich profitierten mehr Männer (-3,1 Prozent) als Frauen (-0,6 Prozent) von der Belebung am Arbeitsmarkt. Die Verlierer bleiben, wenn man die Vorjahreszahlen vergleicht, Langzeitarbeitslose und Ältere. Zwar sank die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent auf 63.975; zum Vorjahr stieg ihre Zahl allerdings um weitere 2,1 Prozent an. Ähnlich ist die Entwicklung bei den älteren Frauen und Männern ohne Job, hier stieg die Zahl zum Vorjahr um 0,7 Prozent.

DGB: Unternehmen haben Fachkräftesicherung in der Hand

Der DGB-Bezirksvorsitzende Stefan Körzell erklärte zu den hessischen Zahlen: „Erstmals seit Monaten ist die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen wieder angestiegen. Das ist neu. Nicht neu ist, dass auch die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber steigt. Nur wer ausbildet, kann auch einstellen, womöglich verstehen die Arbeitgeber das endlich. Denn wenn sie nicht aufpassen, werden sie davon in nicht allzu ferner Zukunft überrollt. Deshalb: Bildet aus, stellt ein.“ Spätestens seit dem Abschlussbericht der Fachkräftekommission des Landes Hessen von 2012, so Körzell, liegen die Szenarien schwarz auf weiß vor. „Der Bericht der Fachkräftekommission hat dargelegt, dass es in Zukunft in verschiedenen Berufszweigen – etwa in der Pflege – zu sensiblen Engpässen kommt, wenn sich am Ausbildungs- und Einstellungsverhalten der Arbeitgeber nichts ändert.“ Die hessischen Unternehmen dürften nicht den Kopf in den Sand stecken, wenn es um die Fachkräftesicherung geht. Sie stünden den jungen Menschen gegenüber in der Pflicht. „Nur mit einer qualitativ guten Ausbildung und einer anschließenden Übernahme schaffen die Unternehmen eine Perspektive für die jungen Menschen und für sich selbst. Die beste Garantie dafür, Fachkräfte einstellen zu können ist, sie selbst auszubilden.“ +++ fuldainfo

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