Fulda. Bei den drei hessischen Landratswahlen in Hessen sind die Amtsinhaber wiedergewählt worden. Im Kreis Fulda setzte sich Bernd Woide (CDU) mit 65,1 Prozent der Stimmen gegen seine Herausforderer Simon Schüler (SPD/25,8 Prozent) und Wolfgang Lörcher (Linke/9,2) durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,9 Prozent. „Ich freue mich sehr über das Ergebnis und gehe gestärkt in die neue Amtszeit“, so Woide.
Im Vogelsbergkreis hatte Manfred Görig (SPD) mit 78,6 Prozent für sih entschieden. Der parteilose Friedel Kappes kam auf 21,4 Prozent. Hier gingen 74,2 Prozent wählen. Im Werra-Meißner-Kreis wurde Stefan Reuß (SPD) mit 83,8 Prozent gewählt. Er hatte keinen Gegenkandidaten, Die Wahlbeteiligung betrug hier 73,8 Prozent.
Die Bürgermeisterwahl am Petersberg hat Carsten Froß vor Peter Geffe und Thorsten Jahn für sich entschieden. +++
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3 Kommentare
Lieber Herr Frey!
Wenn man über die Fuldaer Wahl-App (Google Suche Wahlen in Fulda) die Wahlanalyse durchgeführt hat und zum Beispiel wissen will, WO überall die AFD gewählt wurde, dann fällt auf, daß gerade hier Stadtteile mit hohem Anteil sog. Russlanddeutscher die AFD gewählt haben:
– Fulda Galerie (Wahllokal Astrid Lindgren Schule) 36,1 Prozent AFD
– Aschenberg (Wahllokal Kiga Sonnenschein) 30,3 Prozent AFD
– Bürgerhaus Aschenberg 2: 28,2 Prozent AFD
– Bürgerhaus Aschenberg 1: 25,7 Prozent AFD
– und rund um das Landratsamt: 23,2 Prozent!
In all diesen Stadtvierteln wohnen viele Russlanddeutsche, die sich aber vornehmlich über ihre eigenen Zeitungen und TV Kanäle informieren. So wie auch die Türken in Deutschland das deutsche TV und die deutschen Zeitungen weitgehend ignorieren, weil sie z. Bsp. Hürriyet lesen und TRT1 TV gucken.
Diese Menschen sind für die deutschen Medien eh nicht erreichbbar. Also macht es da auch keinen Sinn, zu versuchen, Aufklärungsarbeit in Deutsch (!) über deutsche Medien zu starten.
Sinnvoll hielte ich es nur, wenn deutsche Medien diesen Gruppen in ihrer Sprache Programme und politische Bildung anbieten würden und auf sie zugehen würden. Aber all das ist durch die Arroganz der großen Parteien (…dann lernt eben Deutsch), die ja den meisten Einfluss auf die öffentlich-rechtlichen Medien haben, verspielt worden.
Natürlich gibt es noch viele andere Gründe, warum auch Deutsche ohne Migrationshintergrund die AFD gewählt haben. Aber die o.g. Gruppen sollte man eben nicht vergessen. Doch genau das ist passiert!
Bayern hingegen ist da wieder ein ganz anderes Pflaster. Und auch dort wurde kräftig AFD gewählt. Von bayrischen Ureinwohnern!
Resümee: Niemand will die Flüchtlinge hier haben. Nicht die Russlanddeutschen (die selber geflohen sind), nicht die Türken und die deutschen Ureinwohner schon mal gar nicht.
Und das ist für ein angeblich so weltoffenes Deutschland das Allerschlimmste: die Nazis und damit die ewig Gestrigen sind wieder da!
Lieber Herr Kallay!
Schön zu lesen, dass Sie sich Gedanken machen. Das Fernseh sieht sich mit Vorwürfen, man habe zu intensiv über die AfD berichtet, konfrontiert. So heißt es, man habe jeden F**z der AfD mehr analysiert, als den Zustand der Volksparteien und den Willen der Wähler. Ich kann dem nur zustimmen. Und hier in OSTHESSEN? Hier lief es ähnlich. Gewisse Medien (Für mich sind es zwar keine … Aber das Kind braucht ja einen Namen) haben der AfD auch in der Region zu viel aufmerksam entgegengebracht. Man muss auch als Medium entscheiden, das man über gewisse Dinge nicht berichtet. Auch, wenn diese Partei über 10 Prozent hat. Der sogenannte „Fuldaer-Klüngel“ sollte von diesen Plattformen Abstand nehmen, bevor es Ihnen auf die Füße fällt.
Wenn man genauer hinguckt – und die Ergebnisse sind ja online über die Wahlapp der Stadt Fulda abrufbar – zeigt sich für die Landratswahl ein knappes Ergebnis für Woide in der Stadt Fulda. Gerade mal 56,7 Prozent haben ihn in der Stadt Fulda gewählt; 29,8 Prozent den SPD Kandidaten und 13,5 Prozent den Kandidaten der Linken.
Nimmt man mal an, die AFD hätte auch im Landkreis einen eigenen Kandidaten (z.Bsp. Martin Hohmann) aufgestellt, dann würde es für Woide nicht reichen und die Fuldaer müßten sich in einer Stichwahl zwischen zwei Kandidaten entscheiden.
Das ist nicht gut für Fulda.
Noch desaströser allerdings sind die Ergebnisse der Bundestagswahl für die heimische CDU. Da kommt man im gesamten Wahlkreis 174 auf gerade mal 39,1 Prozenz. Schlimmer sieht es in der Stadt Fulda mit 35,7 Prozent der Zweitstimmen für die CDU aus. Die AFD hingegen kommt aus dem Stand im gesamten Wahlkreis auf 16,0 und in der Stadt Fulda auf 16,1 Prozent! Hier liegt man weitestgehend gleichauf mit der SPD (16,2 Prozent!)
Ein Tag zum Jubeln ist das auf gar keinen Fall! In Fulda wiederholt sich das, was auch schon in Bayern massiv und dem Rest der Republik tendenziell zu beobachten ist: Die AFD nimmt der CDU am rechten Rand reichlich Stimmen weg. Das ist besonders im Fuldaer Land schlimm, da dort die AFD mit M. Hohmann einen ehemaligen stockkonservativen CDU Mann aufgestellt hat. Und der wird der CDU in Fulda auch weiterhin viel Ärger bereiten.
Damit ist die AFD für die CDU/CSU dasselbe wie die Linke für die SPD: eine weitere kleine Partei, die den traditionellen Parteien massiv Stimmen wegnimmt, weil diese nicht bereit sind, ihre verkrusteten Haltungen zu vielen Fragen der Zeit (Hartz IV, Flüchtlinge, Altersarmut, Umwelt u.a.) aufzugeben.
Regieren wird damit wieder ein Stück schwieriger. Daran sind die Großen aber selber Schuld! Wer sich nicht bewegt, den bestraft der Wähler!
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Lieber Herr Frey!
Wenn man über die Fuldaer Wahl-App (Google Suche Wahlen in Fulda) die Wahlanalyse durchgeführt hat und zum Beispiel wissen will, WO überall die AFD gewählt wurde, dann fällt auf, daß gerade hier Stadtteile mit hohem Anteil sog. Russlanddeutscher die AFD gewählt haben:
– Fulda Galerie (Wahllokal Astrid Lindgren Schule) 36,1 Prozent AFD
– Aschenberg (Wahllokal Kiga Sonnenschein) 30,3 Prozent AFD
– Bürgerhaus Aschenberg 2: 28,2 Prozent AFD
– Bürgerhaus Aschenberg 1: 25,7 Prozent AFD
– und rund um das Landratsamt: 23,2 Prozent!
In all diesen Stadtvierteln wohnen viele Russlanddeutsche, die sich aber vornehmlich über ihre eigenen Zeitungen und TV Kanäle informieren. So wie auch die Türken in Deutschland das deutsche TV und die deutschen Zeitungen weitgehend ignorieren, weil sie z. Bsp. Hürriyet lesen und TRT1 TV gucken.
Diese Menschen sind für die deutschen Medien eh nicht erreichbbar. Also macht es da auch keinen Sinn, zu versuchen, Aufklärungsarbeit in Deutsch (!) über deutsche Medien zu starten.
Sinnvoll hielte ich es nur, wenn deutsche Medien diesen Gruppen in ihrer Sprache Programme und politische Bildung anbieten würden und auf sie zugehen würden. Aber all das ist durch die Arroganz der großen Parteien (…dann lernt eben Deutsch), die ja den meisten Einfluss auf die öffentlich-rechtlichen Medien haben, verspielt worden.
Natürlich gibt es noch viele andere Gründe, warum auch Deutsche ohne Migrationshintergrund die AFD gewählt haben. Aber die o.g. Gruppen sollte man eben nicht vergessen. Doch genau das ist passiert!
Bayern hingegen ist da wieder ein ganz anderes Pflaster. Und auch dort wurde kräftig AFD gewählt. Von bayrischen Ureinwohnern!
Resümee: Niemand will die Flüchtlinge hier haben. Nicht die Russlanddeutschen (die selber geflohen sind), nicht die Türken und die deutschen Ureinwohner schon mal gar nicht.
Und das ist für ein angeblich so weltoffenes Deutschland das Allerschlimmste: die Nazis und damit die ewig Gestrigen sind wieder da!
Lieber Herr Kallay!
Schön zu lesen, dass Sie sich Gedanken machen. Das Fernseh sieht sich mit Vorwürfen, man habe zu intensiv über die AfD berichtet, konfrontiert. So heißt es, man habe jeden F**z der AfD mehr analysiert, als den Zustand der Volksparteien und den Willen der Wähler. Ich kann dem nur zustimmen. Und hier in OSTHESSEN? Hier lief es ähnlich. Gewisse Medien (Für mich sind es zwar keine … Aber das Kind braucht ja einen Namen) haben der AfD auch in der Region zu viel aufmerksam entgegengebracht. Man muss auch als Medium entscheiden, das man über gewisse Dinge nicht berichtet. Auch, wenn diese Partei über 10 Prozent hat. Der sogenannte „Fuldaer-Klüngel“ sollte von diesen Plattformen Abstand nehmen, bevor es Ihnen auf die Füße fällt.
Wenn man genauer hinguckt – und die Ergebnisse sind ja online über die Wahlapp der Stadt Fulda abrufbar – zeigt sich für die Landratswahl ein knappes Ergebnis für Woide in der Stadt Fulda. Gerade mal 56,7 Prozent haben ihn in der Stadt Fulda gewählt; 29,8 Prozent den SPD Kandidaten und 13,5 Prozent den Kandidaten der Linken.
Nimmt man mal an, die AFD hätte auch im Landkreis einen eigenen Kandidaten (z.Bsp. Martin Hohmann) aufgestellt, dann würde es für Woide nicht reichen und die Fuldaer müßten sich in einer Stichwahl zwischen zwei Kandidaten entscheiden.
Das ist nicht gut für Fulda.
Noch desaströser allerdings sind die Ergebnisse der Bundestagswahl für die heimische CDU. Da kommt man im gesamten Wahlkreis 174 auf gerade mal 39,1 Prozenz. Schlimmer sieht es in der Stadt Fulda mit 35,7 Prozent der Zweitstimmen für die CDU aus. Die AFD hingegen kommt aus dem Stand im gesamten Wahlkreis auf 16,0 und in der Stadt Fulda auf 16,1 Prozent! Hier liegt man weitestgehend gleichauf mit der SPD (16,2 Prozent!)
Ein Tag zum Jubeln ist das auf gar keinen Fall! In Fulda wiederholt sich das, was auch schon in Bayern massiv und dem Rest der Republik tendenziell zu beobachten ist: Die AFD nimmt der CDU am rechten Rand reichlich Stimmen weg. Das ist besonders im Fuldaer Land schlimm, da dort die AFD mit M. Hohmann einen ehemaligen stockkonservativen CDU Mann aufgestellt hat. Und der wird der CDU in Fulda auch weiterhin viel Ärger bereiten.
Damit ist die AFD für die CDU/CSU dasselbe wie die Linke für die SPD: eine weitere kleine Partei, die den traditionellen Parteien massiv Stimmen wegnimmt, weil diese nicht bereit sind, ihre verkrusteten Haltungen zu vielen Fragen der Zeit (Hartz IV, Flüchtlinge, Altersarmut, Umwelt u.a.) aufzugeben.
Regieren wird damit wieder ein Stück schwieriger. Daran sind die Großen aber selber Schuld! Wer sich nicht bewegt, den bestraft der Wähler!