Wirtschaftsstaatssekretär Samson zu Gast in der Biebertalschule Hofbieber

Schnelles Internet: Spaß und Lernen mit digitaler Technik

In der Biebertalschule (von links): Stefan Baier, Harald Ortmann, Henning Jöhncke , Christof Erb, Angelika Brehl, Markus Röder, Ulrich Dölle, Philipp Kremer, Bernd Woide, Raphael Elström und Mathias Samson. Foto: L. Rehnert

Hofbieber. Die Schulen im Landkreis Fulda haben beim Thema schnelles Internet die Nase vorn: Bis zum Jahresende sollen alle an die Glasfaserleitung angeschlossen sein, so das ehrgeizige Ziel. Die Biebertalschule Hofbieber ist eine der ersten, die den superschnellen Anschluss bereits nutzen können. Wie das den Unterricht verändert, das ließen sich Landrat Bernd Woide und der hessische Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson vor Ort zeigen.

Die Schülerinnen und Schüler waren gut vorbereitet und zeigten, auf welche Weise unterschiedliche Altersstufen und Fächer von der Digitalisierung profitieren können. Drittklässler verblüfften mit computergesteuerten Lego-Autos, und eine achte Klasse zeigte mit ihrer Lehrerin Angelika Brehl eine Geschichtsstunde, die mit Filmen und Illustrationen auf der interaktiven Tafel aufgepeppt wurde. Besonderen Anklang bei den Gästen fand die Robotik-Demonstration der beiden 15-jährigen Philipp Kremer und Raphael Elström und ihres Lehrers Stefan Baier. Das wollten sich dann auch die Politiker ganz aus der Nähe anschauen. Waren doch die Darbietungen einer selbstgebauten Sortiermaschine und eines laufenden Elefanten anschauliche Beispiele für technischen Fortschritt.

„Der Breitband-Ausbau für die Schulen ist eine wunderbare Sache. Aber es kommt auch darauf an, was wir daraus machen“, sagte Schulleiter Ulrich Dölle und ergänzte: „AGs und neue Elemente im Unterricht sind Anfänge und Ideen, die wir weiterentwickeln wollen, um unsere Kinder und Jugendlichen auf die Digitalisierung der Wirtschaft und damit aufs Berufsleben vorzubereiten.“ Man denke auch an Kooperationen etwa mit der Ferdinand-Braun-Schule und dem Fachbereich Informatik der Hochschule. Dölle dankte dem Land Hessen und dem Kreis als Schulträger.
Dank gab es auch von Landrat Woide für die Landesförderung in Höhe von zwei Millionen Euro: „Die werden derzeit verbuddelt, um neben vielen Haus- und Gewerbeanschlüssen Glasfaser-Anbindungen für unsere Schulen zu schaffen.“ Dass das schnelle Netz sozusagen auch pädagogisch nutzbar gemacht wird, dafür dankte er dem Schulleiter und dem IT-Fachdienstleiter Eric Limpert, der erklärte: „Die Biebertalschule ist gut aufgestellt, hier gibt es derzeit 99 Rechner, acht Whiteboards und – als eine der ersten Schulen – WLAN.“

Staatssekretär Samson, der anlässlich der Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“ Hofbieber besuchte, warf einen Blick darauf, was konkret mit den Fördermitteln gemacht wird. „Wir leben in einer ganz spannenden Welt, die sich stetig verändert. Und deswegen müssen wir heute schon schauen, was wir tun müssen, damit vor allem ihr gut vorbereitet seid“, sagte er an die Schüler gerichtet. Digitale Kompetenz habe nichts damit zu tun, dass man ein Handy bedienen könne. „Es geht vielmehr darum, kritisch mit den Prozessen umzugehen, die unsere Gesellschaft verändern“, sagte Samson und nannte etwa den Umgang mit sensiblen Daten in sozialen Netzwerken und selbstfahrende Autos.

Bürgermeister Markus Röder machte deutlich, wie wichtig in diesem Zusammenhang die Weiterentwicklung der pädagogischen Konzepte ist. Harald Ortmann, Telekom-Regionalleiter, gab einen Überblick über den Breitbandausbaustand. „Mit dem Förderprogramm sollen Ausbaulücken gerade im ländlichen Raum geschlossen werden“, erläuterte Christof Erb, Breitband-Koordinator des Landkreises, der das Antragsverfahren von Anfang an begleitet hat. Der Ausbau mit der Telekom als Kooperationspartner hat ein Volumen von 17 Millionen Euro, finanziert von Bund, Land und Landkreis Fulda. pm/lr

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