Wetten, dass . . ? – Klausur der CSU mit der Bundeskanzlerin

Merkel oder Seehofer

Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer
Berlin. Diese geschmeidige Wendigkeit erlebt man nur bei der Union. Naht die Wahl, gilt: Reihen schließen, was kümmert mich mein Geschwätz von gestern. Davon können andere Parteien noch lernen. Aus bayerischem Munde hört man schon seit Monaten kein böses Wort mehr über die Kanzlerin. Kritik an Angela Merkel kam auch bei der Klausur der CSU-Landesgruppe in Kloster Banz nicht auf. Obwohl Merkel zuletzt mit ihrem ungeschickten Vorpreschen bei der Ehe für alle viele in der CSU verstört hat, obwohl Merkel in der Flüchtlingspolitik nach einigen Zugeständnissen weiter auf stur stellt. Nur ist aufgeschoben nicht aufgehoben. Und über allem schwebt Horst Seehofers Drohung, ohne Obergrenze in keine neue Bundesregierung eintreten zu wollen. Sollte die Union die Wahl gewinnen, darf man also gespannt sein, wer mit welchen politischen Verrenkungen das Rückzugsmanöver antritt. Merkel oder Seehofer, so die Lausitzer Rundschau. Wetten, dass es anders als bei der Pkw-Maut diesmal nicht Merkel ist? +++
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BU-FD

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1 Kommentar

  1. Zerrüttete Scheinehe mit zerrüttetem Programm in unglaubwürdiger Harmoniesauce ertränkt! Die Wähler werden vergackeiert!
    Wir erinnern uns an CSU-Attacken gegen Merkel, die ihr Blauäugigkeit, schwere historische Fehler, falsche Signale, Spaltung der Gesellschaft, schlechtes Krisenmanagement, Herrschaft des Unrechts vorgeworfen haben einschließlich der Androhung einer Verfassungsklage.
    Trotz allem hat die CSU diese Merkel zur Kanzlerkandidatin gekürt, allerdings zur Kandidatin auf (Obergrenzen-)Abruf! Unglaubwürdig, ja, frech-dreist. Da hätte die CSU auch gleich Frauke Petry oder Sahra Wagenknecht auf ihr Schild heben können! Eine unglückliche Scheinehe!
    So wie man – frei nach Lorenz Caffier, CDU-Vorsitzender Meck-Pom, Seehofer mit Fug und Recht sowohl als Steigbügelhalter für die AfD als auch als geistigen Brandstifter in Anbetracht der rasant angestiegenen rechtsextremistischen und -rassistischen Exzesse bezeichnen kann, hat er sich auch als Steigbügelhalter einer – nach CSU-Maßstäben- völlig ungeeigneten, ja gefährlichen Kanzlerkandidatin verdient gemacht.
    Frau Merkel hat sich das schulmädchenartig alles gefallen lassen. Sie ist dem – nicht nur von namhaften christlichen Würdenträgern – heftig kritisierten, verkommenen, hilflosen, des “C” im Parteinamen unwürdigen Politikstils der Union, insbesondere der CSU und vor allem, aber nicht nur, in der Flüchtlingspolitik nicht entgegengetreten. Sie hat damit der Kultur der politischen Auseinandersetzung einen Bärendienst erwiesen. Vielleicht ist sie aber auch einfach schon zu müde, zu ausgebrannt, zu abgewirtschaftet.
    Letztendlich hat die Union – auf dem Rücken der Flüchtlinge – einfach mal wieder das perfide, da auf Kosten der Flüchtlinge und des inneren Friedens in Deutschland, Good Guy (Merkel) – Bad Guy (Seehofer)-Spiel gespielt.
    Der Union ist es offensichtlich piep-egal, was ihre Machtspielchen in der Gesellschaft anrichten. Von christlichem Anspruch nichts in Sicht!
    Diese Kultur des politischen Diskurses haben Merkel und ihre Kombattanten in seltener Einmüdigkeit auch mit in den Wahlkampf übernommen, weshalb sie sich auch nicht zu schade war, mit Schmutz-Dossiers gegen Martin Schulz, kaum zum Kanzlerkandidaten gekürt, agitieren zu lassen.
    Es sind Wahlkampfzeiten:
    https://youtu.be/dOa-fcp74uU
    Viel Spaß und neue Erkenntnisse beim Anhören!

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