Fulda. Die atzert:weber Unternehmensgruppe wurde durch die Aufdeckung der Unregelmäßigkeiten und der daraus resultierenden Abgasthematik auch völlig überrascht und sind darüber sehr enttäuscht, heißt es in einer Mitteilung des Autohauses. Man habe sich zur Aufgabe gemacht, als direkter Partner seiner Kunden in der Region Osthessen alles dafür zu tun, das Vertrauen zu behalten. Man sehe sich als Vertreter seiner Kunden gegenüber dem Hersteller. Man werde an allen betroffenen Fahrzeugen nach vorliegender Reparaturanweisung des Herstellers zeitnah und kostenlos die notwendigen Arbeiten durchführen, heißt es weiter.
Das Autohaus sieht sich verpflichtet, über den aktuellen Stand der Situation zu informieren und über die weitere Vorgehensweise aufzuklären. Dazu nachstehend die am häufigsten gestellten Fragen und deren Antworten:
Welchen Fehler/Schaden weisen die betroffenen Fahrzeuge auf?
Das Fahrzeug hat keine Funktions- oder Sicherheitsbeeinträchtigung. Die EU5-Zulassungsgrenzwerte der Stickoxide (NOx) werden im realen Fahrbetrieb überschritten.
Was ist?
Durch die Motorsteuerungssoftware werden im Prüfbetrieb nicht korrekte Abgaswerte gemessen.
Welche Auswirkungen hat?
Das Fahrzeug hat keine Funktionsbeeinträchtigung und kann uneingeschränkt genutzt werden. Die aktive und passive Sicherheit des Fahrzeuges ist nicht beeinträchtigt.
Welche Fahrzeuge sind von dem Fehler/Schaden betroffen?
Es betrifft nur Modelle mit dem 4-Zylinder Dieselmotor (EA189 - EU5) ab Produktionszeitraum 2008 bis 2014. Benzinmotoren sind nicht betroffen.
Woran?
Eine eindeutige Identifizierung ist nur über die Fahrgestellnummer möglich. Auf der nationalen Hersteller-Homepage der jeweiligen Marke steht Ihnen eine Abfragemöglichkeit zur Verfügung.
„Die vorsätzliche Manipulation der Software der betroffenen Dieselmotoren ist Betrug am Kunden. Die verantwortlichen Mitarbeiter und deren Führungskräfte sind zu ermitteln und ggf. strafrechtlich zu verfolgen und zu verurteilen. Den Schaden, den sie der gesamten Volkswirtschaft angetan haben, ist heute noch nicht zu beziffern. Es wird Jahre dauern, bis das Vertrauen wieder hergestellt sein wird. Die weltweite Medienpolitik, ausgenommen hiervon die regionale Presse, finde ich völlig überzogen und zum Teil verantwortungslos. Es muss jedem dabei bewusst sein, dass es sich bei den Verursachern um einzelne Personen handelt. Hier wird nicht nur die Zukunft des Volkswagenkonzerns gefährdet, sondern auch die gesamte deutsche Automobilbranche angegriffen und ein noch nicht abzusehender wirtschaftlicher Schaden verursacht. Eine verantwortungsvolle Berichterstattung muss sicherlich offen und schonungslos alles aufdecken.
Nicht nur die weltweit 600.000 Beschäftigten des Volkswagenkonzerns, sondern auch eine viel größere Anzahl von Arbeitsplätzen in Deutschland sind betroffen. Unter Berücksichtigung aller direkten und indirekten Zulieferern der Automobilindustrie, wie auch alle anderen Dienstleister, dazu gehören nicht zuletzt die Handels- und Servicebetriebe, lebt jeder siebte Arbeitnehmer direkt oder indirekt vom Automobil. Es gab in der Vergangenheit auch schon Sicherheitsmängel an Fahrzeugen anderer Automobilhersteller, die sogar Menschenleben forderten. Die Fahrzeuge des Volkswagenkonzerns sind sicher. Es besteht keine Gefahr für Leib und Leben. Es geht um eine vorsätzliche Manipulation von Abgaswerten. Nicht mehr und nicht weniger!“ so Werner Atzert, geschäftsführender Gesellschafter der atzert:weber- Gruppe.
Wie es in Mitteilung weiter heißt, stehen die Reaktion und die Gespräche mit den Kunden seit der Aufdeckung des Skandals in keinem Verhältnis zur überregionalen medialen Berichterstattung. Es finden, in den meisten Fällen, sehr sachliche Gespräche zwischen unseren Mitarbeitern und Kunden ohne Vertrauensverlust zu uns statt. Aufgrund dieser Tatsache ist man sich sicher, dass man aus dieser misslichen Lage sogar gestärkt herausgehen werden und dass das Vertrauen der Kunden nicht nachhaltig gestört sein wird. Ab sofort stehteine E-Mail-Hotline diesel-aktion@atzert-weber.de zur Verfügung. Hier werden laut atzert:weber dann alle Fragen beantwortet und auch schon Terminwünsche, welche voraussichtlich ab Januar 2016 starten, für die Umrüstung entgegengenommen. +++ fuldainfo

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