Berlin. Nach der Drohung der türkischen Regierung, die rund drei Millionen Flüchtlinge im Land nach Europa durchzulassen, warnt die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) vor einem möglichen Kontrollverlust als Folge eines erneuten Flüchtlingsansturms: „Ein erneuter Flüchtlingsansturm würde wieder zu einem Kontrollverlust in Deutschland führen und die innere Sicherheit massiv gefährden“, sagte DPolG-Chef Rainer Wendt der „Bild“. Nach den Erfahrungen mit den Folgen der Flüchtlingskrise 2015 und 2016 müssten Deutschland und Europa aus der Sicht des DPolG-Chefs „drastische“ Maßnahmen ergreifen. Wendt sagte weiter: „Deutschlands und Europas Antwort müsste diesmal drastisch ausfallen: Wir wären gezwungen mit einem wirksamen Schutz unserer Außengrenzen ernst zu machen.“ Der außenpolitische Sprecher der Grünen, Omid Nouripour, sagte der Zeitung: „Erdogan ist grundsätzlich nicht mehr berechenbar. Deshalb ist es höchste Zeit, sich auf erpresserische Deals mit ihm nicht zu verlassen, sondern Griechenland beim Wiederaufbau eines funktionierenden Grenzmanagements zu helfen.“ +++
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